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Um Risse richtig behandeln zu können, ist das Abschätzen der Rissbreite von wichtiger Bedeutung. Zur Ermittlung der Rissbreite kommen spezielle Rissbreiten-Maßstäbe zum Einsatz. Zur Rissbeurteilung wird neben der Rissbreite auch noch das Rissalter, Risstiefe, Verteilung und Verlauf der Risse oder der Rissversatz parallel und senkrecht zur Bauteiloberfläche herangezogen. Die Rissbreite spielt speziell beim Stahlbeton eine große Rolle. Hier sind haarfeine Risse zwar erwünscht, um die Verbundwirkung von Stahl und Beton zu gewährleisten, zu groß dürfen Risse jedoch nicht werden, da sonst durch eindringende Feuchtigkeit Korrosionsgefahr besteht. Zur Beschränkung der Rissbreite wird Beton daher häufig eine Mindestbewehrung hinzugegeben, obwohl diese statisch überhaupt nicht notwendig wäre.
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