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Polyesterlack

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Meist um Zweikomponentensysteme handelt es sich bei Polyesterlacken oder auch UP-Lacken. Der Stammlack besteht aus einem in Styrol gelösten ungesättigten Polyesterharz. Als Härter dienen organische Peroxidverbindungen. Styrol wirkt narkotisierend und ist giftig. Peroxide wirken stark ätzend auf die Haut und Schleimhäute. Man sollte bei der Verarbeitung daher auf alle Fälle Schutzbrille, Atemschutzgerät und Arbeitshandschuhe tragen. Beide Komponenten des Lacks werden kurz vor der Verarbeitung gemischt. Nach dem Mischen muss der Lack schnell verarbeitet werden, bevor er aushärtet. Die Raumtemperatur muss dabei zwischen 20°C und 24°C betragen. Lack- und Holzoberflächen sollten außerdem die gleiche Temperatur haben. Die Anstriche sind sehr widerstandsfähig und beständig gegen Wasser, Chemikalien, Laugen und verdünnte Säuren. Zudem lassen sich Polyesterlacke in sehr hohen Schichtdicken auftragen. Verwendet werden bzw. wurden sie vor allem für sehr strapazierfähige Möbellackierungen. Polyesterlack ist heutzutage weitgehend vom Markt verschwunden, allenfalls Spezialanwender im Klavierbau, bei Armaturenbrettern und ähnlichem verwenden den Lack noch.

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