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Pfostenbauweise

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Bei der Pfostenbauweise wurden senkrechte Hölzer (Pfosten) in den anstehenden Boden eingegraben. Die dadurch erreichte Standfestigkeit der tragenden Elemente ermöglichte einen einfachen Weiterbau ohne große handwerkliche Fähigkeiten und ohne aufwändige Sicherungsmaßnahmen. So wurden zum Beispiel keine Streben oder Kopfbänder benötigt. Der Zwischenraum zwischen den einen Meter tief eingegrabenen Pfosten wurde entweder mit Flechtwerk aus Weiden- und Haselruten, das mit Lehm verputzt wurde, oder mit Blockbohlen gefüllt. Durch den ständigen Kontakt mit Luft und Wasser, fing solch eine Konstruktion relativ schnell an zu faulen, so dass die Lebensdauer eines Pfostenhauses maximal 20-30 Jahre betrug. Das Pfostenhaus ist der Vorläufer des Fachwerkhauses. Dieses löste etwa seit dem 12. Jahrhundert langsam die alte Pfostenbauweise ab.

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