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Ein Naturfaserteppich ist ein Teppich aus Naturfasern. Es gibt prinzipiell drei verschiedene Arten von Naturfasern, die sich für die Teppichherstellung eignen. Dies sind Schurwolle, Kokusfasern und bestimmte Palmenblätter (Sisal, Aloe). Obwohl mittlerweile Teppiche aus allen diesen Naturfasern hergestellt werden, ist und bleibt Schurwolle der klassische Teppichrohstoff. Beim Kauf eines Wollteppichs sollte man in jedem Fall auf das Wollsiegel achten. Dieses garantiert Ihnen Materialreinheit und einwandfreie Qualität. Bedenken sollte man auch, dass nur entfettete Schafswolle schmutzunempfindlich ist. Im Vergleich zu Kunstfasern verhalten sich Naturfasern in Bezug auf elektrostatische Aufladung weitesgehend neutral.
Alle Naturfaserteppiche haben die Eigenschaft, Feuchtigkeit aus der Raumluft aufzunehmen und sie bei zu trockener Raumluft wieder abzugeben. Das bedeutet, dass sich die Naturfaserteppiche bei Feuchtigkeitsaufnahme ausdehnen und bei der folgenden Abgabe wieder zusammenziehen. Sind solche Teppichbeläge nicht vollflächig auf dem Boden befestigt worden, können sie Wellen werfen. Dies geschieht meist im Sommer. Im Winter liegt der Teppich durch die trockenere Heizungsluft glatt auf. Ein Vorteil der Naturfasern ist hingegen, dass zumeist keine Behandlung mit Chemikalien erfolgt.
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