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Der Leistenziegel ist ein Flachziegel (tegula) mit Aufkantungen an den Längsseiten, den Leisten. Seine Stoßfugen werden von gewölbten „Imbrices“ (Imbrex, Hohlziegel) überdeckt. Diese sind die Vorläufer des Mönchziegels (siehe Mönch und Nonne). Der Leistenziegel gilt als der älteste, in Griechenland und dem römischen Imperium verbreitete Ziegel. Für das raue Klima nördlich der Alpen war die Deckung mit Leistenziegel jedoch ungünstig. Um der Witterung besser zu trotzen, wurden im Mittelalter die flach geneigten Leistenziegeldächer der Römer durch die Hohlziegel- bzw. Flachziegeldeckung ersetzt. Im heutigen Süddeutschland setzte sich der Flachziegel durch. Dagegen bevorzugte man in Norddeutschland den Krempziegel, eine Weiterentwicklung aus der Leisten-Hohlziegeldeckung.
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