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Kernkraftwerke sind streng genommen, genauso wie Kohle- oder Gaskraftwerke, Wärmekraftwerke. Sie verdampfen Wasser, um damit eine Turbine anzutreiben. Das besondere ist hierbei der Brennstoff: Statt Erdöl oder Erdgas zu verbrennen, wird die Wärme genutzt, die bei der Kernspaltung entsteht. Dabei werden Urankerne durch Beschuss mit Neutronen in kleinere Kerne zerlegt, und es wird eine große Menge Energie in Form von Hitze frei. In den ausgebrannten Brennstäben finden aber noch weiter Zerfallsprozesse statt, der Atommüll ist deshalb hoch radioaktiv. Die ungeklärte Frage, was mit diesem radioaktiven Abfall passieren soll, ist eines der Haupt-Argumente der Atomkraft-Gegner.
Zur Zeit sind in Deutschland 17 Kernkraftwerke in Betrieb, die etwa ein Viertel des deutschen Stroms produzieren. Nach einem Vertrag der Bundesregierung mit den Betreibergesellschaften soll das letzte deutsche Kernkraftwerk im Jahr 2020 abgeschaltet werden.
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