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Als Kapillarkohäsion wird der Festigkeitsanteil eines Boden aufgrund von Kapillarkräften in den Poren bezeichnet. Die Kapillarkohäsion geht beim Austrocknen oder bei Wassersättigung des Bodens verloren. Sie wird daher auch als "scheinbare" Kohäsion bezeichnet. Vorstellen kann man sich das wie bei einer vakuumverpackten Packung Erdnüssen. Bei geschlossener Packung "kleben" die einzelnen Erdnüsse zusammen und bilden eine kompakte Einheit. Nach dem Öffnen der Packung geht dieser Zusammenhalt verloren und die Erdnüsse kullern einzeln aus der Packung. Baupraktisch macht man sich die Kapillarkohäsion zum Beispiel beim Errichten von Trägerbohlwänden oder bei Unterfangungen zu Nutze. Hier kann der Boden senkrecht abgegraben werden, was bei nicht bindigen Böden nur durch die Wirkung der Kapillarkohäsion möglich ist.
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