Das umfangreichste Baulexikon im Internet

A| B| C| D| E| F| G| H| I| J| K| L| M| N| O| P| Q| R| S| SCH| ST| T| U| V| W| X| Y| Z
Suchbegriff:
 

Holzschindel

Fachbeiträge lesen:
» Die Schindel aus Holz, Schiefer, Ton, Faserzement und Metall
» Das Dach aus Schieferschindeln
» Dacheindeckung mit Bitumenschindeln (Anleitung)
» Die Dachformen im Überblick
» Die Funktionen des Dachs
» Fassaden verschönern auch mit Schindeln

Helfen Sie mit!
» Ergänzungsvorschlag
» Verbesserungsvorschlag

HolzschindelHolzschindeln haben in den Alpenregionen eine große Tradition - und zwar als Material für die Dacheindeckung und die Fassadenbekleidung. Sie werden auch heute noch in handwerklichen Spezialbetrieben gefertigt - und zwar durch Spaltung aus einem Holzstammabschnitt von Eichen-, Buchen-, Lärchen-, Fichten-und vor allem auch aus Zedernholz. Dazu benutzt der Holzschindelmacher ein Spaltbeil, die Schindeldeckhacke und das Zugmesser. Gespaltene Schindeln sind wesentlich haltbarer, da beim Spaltvorgang das Holz entlang der Faser zerteilt wird und in der ganzen Schnittlänge unzerstört bleibt. Gesägte Schindeln, die natürlich auch hergestellt werden, werden vorzugsweise zur Fassadengestaltung eingesetzt, während sich zur Dacheindeckung besonders gespaltene Schindeln aus Eiche oder Lärche bewährt haben. Falsch ist die Annahme, Holzschindeln seien nicht haltbar, weil das Holz doch dauernd dem Regen oder gar Schnee und Eis ausgesetzt sei. Holz, das abtrocknen kann, überdauert Jahrhunderte, wie jedermann an einem alten Fachwerkhaus nachverfolgen kann. Und so schließen sich die Holzschindeln bei Regen und wölben sich bei Tockenheit auf, um dabei gut durchlüftet zu werden und die Feuchtigkeit wieder abzugeben. Fachleute sprechen dabei vom "Tannenzapfen-Effekt", wie denn auch die Eindeckung mit Holzschindeln an einen Tannenzapfen erinnert. Holzschindeln werden in einer Vielzahl von Breiten und Längen hergestellt; übliche Formate sind 8 x 10 oder 8 x 25 cm bzw. 10 x 25 und 10 x 28 cm. Befestigt werden Schindeln mit sog. Schindelstiften auf einer Traglattung. Da für einen Quadratmeter 139 Schindeln des Formats 8 x 20 cm benötigt werden, kann man sich vorstellen, dass bei den Holzschindel-Dachdeckern inzwischen der Druckluftnagler den Hammer abgelöst hat. Je nach Größe der Holzschindel, müssen an einer Giebelwand 4.000, 6.000 oder gar 12.000 Schindeln befestigt werden. So sind denn Holzschindeln in höchstem Maße ökologisch, aber eben auch teuer bei Herstellung und Eindeckung. Holzschindeln werden in über 20 Formen angeboten, neben den runden Varianten auch herzförmig, laubförmig, dreieckig oder fünfkantig. Auch gotische und barocke Formen sind erhältlich. Die Holzschindeldeckung erfolgt in der Regel dreilagig. Bei steilen Dächer mit einer Neigung von über 71 Grad ist auch eine zweilagige Deckung möglich. Beträgt die Dachneigung weniger als 22 Grad, ist auf jeden Fall ein Unterdach notwendig.



© Copyright by pw-Internet Solutions GmbH

  Suchen:
 
Kärcher
Zur Facebook Seite
HEAT
Heuschkel
Rigips
Lampenwelt.de
onlineshop-baumarkt.de
das-baulexikon.de