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Ein routinierter Schreiner kann viele Holzarten auf den ersten Blick bestimmen. Die Holzartenbestimmung erfolgt dann durch eigene Kenntnisse und Erfahrungen, kann aber auch mit definierten Vergleichsmustern erfolgen. Helfen diese makroskopischen Methoden nicht weiter, kommt ein Mikroskop zum Einsatz. Jede Holzart hat nämlich einen charakteristischen Feinaufbau, der sich nur unter dem Mikroskop erschließt. Die mikroskoopische Identifikation einer Holzart erfolgt durch Vergleich mit Schnittpräparaten. Eine Holzart lässt sich zum Beispiel durch Faserverlauf, Farbe, Jahrringaufbau, Spätholzanteil, Textur oder auch den Geruch bestimmen. Darüber hinaus können physikalisch-technische Eigenschaften wie Festigkeit, wärmetechnische und elektrische Eigenschaften, Rohdichte oder Sorptionseigenschaft zur Holzartenbestimmung herangezogen werden. Im Baubereich ist das Bestimmen der Holzart zum Beispiel bei Gebäuden im Bestand von Bedeutung, wenn verschiedene Holzarten zum Einsatz kamen oder eine bestimmte Holzart vermutet wird.
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