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Das Gewände ist eine seitliche rahmenartige Umgrenzung von Fenstern und Türen. Da früher bei der Errichtung von Mauern unregelmäßig geformte Natursteine und diverse Füllmaterialien Verwendung fanden, war das Gewände notwendig, um exakte, kantige Öffnungen zu gewährleisten. Besitzt das Gewände keine formgebende Aufgabe, wird es als Laibung bezeichnet.
Besonders beim dicken Mauerwerk der Portale romanischer und gotischer Bauten sind die Öffnungen zu den Wänden nicht rechtwinkelig, sondern schräg verlaufend angelegt und oft mehrfach hintereinander gestaffelt, d. h. abgetreppt. Auch dies wird als Gewände bezeichnet. Diese Form von Gewände war besonders in der Romantik und Gotik tief gestaffelt, reich geschmückt und oft mit Figuren ausgestattet (Gewände-Figuren). Die Abbildung zeigt das Portal der Stadtkirche Wolfhagen.
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