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Als Gefüge wird allgemein die Gesamtheit aller strukturellen Besonderheiten eines Materials bezeichnet. Eine besondere Rolle spielt das Gefüge bei Gesteinen, bei Stahl oder auch Beton.
In der Geologie bezeichnet man mit Gefüge den inneren Aufbau eines Gesteins (z.B. dessen Struktur und Textur, Korngröße, Kornform und Korngrenze). Bei Stahl ändert sich das Gefüge durch unterschiedlichen Kohlenstoffgehalt und unterschiedliche Wärmebehandlungen. So entstehen verschiedene Stahlsorten mit unterschiedlichem Härtegrad und unterschiedlichen Eigenschaften. Bei Beton spielt das Gefüge auch eine wesentliche Rolle, da der Widerstand von Beton gegen äußere chemische oder mechanische Beanspruchungen wesentlich durch ein besonders dichtes und festes Gefüge bestimmt wird. Im Gefüge des Betons dürfen sich keine Luftblasen bilden, da sonst die Festigkeit herabgesetzt wird. Beton wird daher nach dem Einbringen verdichtet. Ein Ausnahme bildet Beton mit haufwerksporigem Gefüge, dessen Gesteinskörnung keine Feinbestandteile enthält. Die Zwickel zwischen den Körnern bleiben ungefüllt. Korngruppen kleiner 4 mm werden in der Regel nicht verwendet. Der Zementleim des Betons hat die Aufgabe, die einzelnen Körner zu umhüllen und miteinander zu verkitten, ohne dabei die Hohlräume zu verfüllen. Beispiele für die Anwendung von haufwerksporigem Beton sind Drän- oder Filterbetone für Entwässerungs- und Versickerungsaufgaben.
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