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Der Erker ist ein geschlossener Ausbau an der Fassade oder Hausecke. Der Erker in seiner ursprünglichen Begrifflichkeit hat keine Verbindung mit dem Erdboden, sondern kragt aus dem ersten oder einem anderen Obergeschoss, kann aber auch über mehrere Stockwerke reichen. In der Spätgotik, Renaissance und Neubarock ist der Erker als Schmuckstück des Hauses besonders beliebt. Man findet Erker - oft "türmchenförmig" - an Schlössern und Stadtpalais, aber auch an Sakralbauten. Patrizierhäuser aus Fachwerk weisen oft Erker mit reich verzierten Balkenköpfen auf. Erker können halbrund, viereckig, sechs- oder achteckig sein. Sind solche Erker ebenerdig angebaut, spricht der Fachmann von einer Utlucht. Heutzutage wird unter einem Erker generell auch ein ebenerdiges Bauteil verstanden. Insbesondere Fertighäuser werden heutzutage gern mit solchen Erkern angeboten, in denen dann eine Eß- oder Lese-Ecke oder ein Blumen"zimmer" untergebracht werden kann.
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