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Im Erzgebirge, dem Vogtland und seinem Vorland gibt es verschiedene Gehöftformen. Meist hat sich ein Bauernhof aufgrund seiner wirtschaftlichen Entwicklung im Laufe der Zeit auch baulich verändert. Dort, wo die Natur reichere landwirtschaftliche Erträge ermöglichte, verbreiteten sich in ganz Mitteldeutschland Drei- und Vierseithöfe. Ein Dreiseithof setzt sich aus einem Wohnstallhaus (Wohnhaus mit Rinderstall), einem gegenüberliegendem Seitengebäude (Auszugshaus mit Pferdestall sowie Wagenschuppen) und eine Scheune an der Rückseite des Hofes zusammen. Nach der Straße zu war dieser Hof entweder offen oder durch ein Torhaus bzw. eine Mauer mit Tor abgeschlossen.
Ein Vierseithof hingegen hat zwei Seitengebäude rechts und links vom Wohnhaus und eine Scheune gegenüber.
Bei den Baukörpern handelt es sich um überwiegend zweigeschossige Gebäude mit längsgestrecktem klaren Grundriss. Das Wohnhaus ist meist in Firstrichtung rechtwinklig zur Straße. Die freistehenden Nebengebäude sind hofraumbildend und dem Hauptgebäude mit gestalterischer Verwandtschaft untergeordnet.
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