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Wenn die Fasern wie eine Spirale um die Stammachse eines Baums gewachsen sind, spricht der Holzfachmann von Drehwuchs. Am Rundholz ist Drehwuchs nur an den äußeren Stammpartien und an der Rinde zu erkennen. In geringem Umfang weist fast jedes Holz Drehwuchs auf, dabei unterscheidet man Linksdrehwuchs und Rechtsdrehwuchs. Bei Rechtsdrehwuchs verläuft die Faser am stehenden Stamm von links unten nach rechts oben, bei Linksdrehwuchs ist es genau umgekehrt. Der Grad der Faserneigung entscheidet über den Gebrauchswert des drehwüchsigen Holzes. Von Wechseldrehwuchs spricht man, wenn Links- und Rechtsdrehwuchs sich abwechseln. Durch den Wechsel der Fasern sind die Spannungen im Schnittholz weitgehend ausgeglichen, es verzieht sich in der Regel nur wenig. Die spanende Bearbeitung beispielsweise mit einem Hobel ist dagegen schwieriger, weil einmal mit und einmal gegen die Fasern gearbeitet werden muss. Wechseldrehwuchs findet man häufig bei tropischen und subtropischen Holzarten.
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