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Bei den in der Deponie ablaufenden bakteriologischen und chemischen Abbauvorgängen von organischen Materialien ohne weitere Sauerstoffzufuhr entstehen als Abbauprodukte Deponiegase und Sickerwasser. Dieser Vorgang setzt bereits kurz nach der Ablagerung ein und hält bis zu mehreren Jahrzehnten an. Das Deponiegas besteht zu 40 -60% aus Methan (CH4), Kohlendioxid, (CO2) und Spurengasen. Dieses Deponiegas ist eigentlich unerwünscht, da es zu Geruchsbelästigungen führen kann und bei der Rekultivierung einer Altanlage stört. Im Falle eines Brandes auf einer Deponie kann es sogar gefährlich werden, da es die Verbrennung unterstützt. Methan gilt auch als eines der Gase, welches für die Klimaveränderungen verantwortlich gemacht wird. Heute hat man aber erkannt, dass Deponiegas ein Energieträger ist, der ungefähr dem halben Heizwert von Erdgas entspricht, welches im übrigen auf ähnliche Weise entstanden ist, nur über einen viel längeren Zeitraum. Der Heizwert von Deponiegas beträgt ca. 5 kWh/m³ und man rechnet pro Tonne Abfall ca. 150 -200 m³ Deponiegas auf 20 Jahre. Wobei der Prozeß am Anfang schneller verläuft als gegen Ende.
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