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Diese Türen aus vertikal angebrachten Holzbrettern konnten sehr massive Abmaße annehmen, vor allem bei Burgen, Schlössern und Kirchen. Die Bretter wurden in der Regel von zwei horizontalen Gratleisten mittels Schwalbenschwanzverbindung zusammengehalten. Wird jedes Brett mit nur einem Nagel je Gratleiste fixiert, so kann sich dieses beim Arbeiten an der Gratleiste wie auf Schienen bewegen, es muss also keinen Riß bilden, um schwinden oder sich ausdehnen zu können. Um Fugen zwischen den Brettern zu vermeiden, wurden häufig fremde Federn eingearbeitet, das sind flache Holzleisten, die jeweils zur Hälfte in den Nuten zweier benachbarter Bretter stecken. Als Hauseingangstüren wurden Brettertüren häufig aufgedoppelt, das heißt, dass die Außenseite mit einer weiteren Bretterschicht versehen wurde. Diese bot freies Spiel für vielfältige Gestaltungsmöglichkeiten. Klassische Beispiele sind die Sonnentür, oder das Fischgrätenmuster.
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