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Baumstamm

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Baumstamm Bäume sind ein Wunderwerk der Natur. Sie sind die größten Organismen der Erde und die haben die längste Lebensdauer. Das Geheimnis ihrer Kraft liegt im hölzernen Stamm, der ihnen Halt gibt und der fast unbegrenzt wachsen kann. Grund für das Dickenwachstum ist ein dünner Zylinder von Zellen direkt unter der Rinde, der immer neue Zellen bindet und mit zunehmender Dicke auch selber wächst. Dieser Zylinder wird Kambium genannt. In ihm werden während der Wachstumsperiode drei Arten von Zellen gebildet: Die eine Art von Zellen dient zur eigenen Vergrößerung. Auf den Stammquerschnitt bezogen gibt es zudem noch Bastzellen an seiner Außenseite und Holzzellen an seiner Innenseite. Ein Teil der Bastzellen verholzt und wird zur Borke. Bast und Borke bilden die Rinde, wobei die Borke die Bastzone vor äußeren Einwirkungen schützt. Durch das Wachstum reißt die Borke auf, was der Rinde ihr typisches Aussehen gibt. Neues Gewebe wird vor allem nach innen gebildet. In diesem Gewebe verlaufen Leitungsbahnen, die Gefäße. Sie dienen dazu, Wasser und Nährstoffe von den Wurzeln in die Blätter zu transportieren. Auf dem Rückweg befördern die Leitungsbahnen lebenswichtige Stoffwechselprodukte, die in den Blättern gebildet werden, zu den Wurzeln. Im Kern des Stammes verläuft ein Markzylinder, von dem aus sich die Markstraheln bilden. In ihnen ist der Stoffwechseltransport auch in waagerechter Richtung möglich. Bei einem Baumstamm gibt es verschiedene Bereiche. Die äußeren Jahresringe, also das junge Holz, dienen der Saft- bzw. Wasserführung des Baumes. Dieser Teil des Holzes wird Splintholz genannt. Es ist je nach Baumart erkennbar an der helleren Farbe. Manche Baumarten haben nur einen schmalen Splinzholzring, bei anderen geht das Splintholz vom Mark bis zum Kambium durch. Bei vielen Arten von Bäumen tritt mit zunehmenden Alter eine Verkernung des Holzes ein. Die älteren, inneren Jahresringe des Splintholzes stellen die Saft- bzw. Wasserführung ein und werden mit Holzinhalts- oder Ablagerungsstoffen wie Gerb- und Farbstoff, Harz, Wachs und Fett gefüllt. Dadurch arbeitet das Holz weniger, wird schwerer, fester und dauerhafter. Die Gerbstoffe wirken wie eine natürliche Imprägnierung, das Holz ist gegen Pilze und andere holzzerstörende Organismen geschützt. Durch die Gerbstoffe wird das Holz auch deutlich dunkler, man spricht dann von Kernholz. Holz, das verkernt ist, bei dem sich aber keine Gerbstoffe eingelagert haben, nennt man Reifholz. Das ist zwar ebenfalls härter als Splintholz, doch nicht so widerstandsfähig. Nach diesen Bezeichnungen unterscheidet man Splintholzbaum, Kernholzbaum, Reifholzbaum und Kernreifholzbaum.

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