Holz-ABC - Erklärung wichtiger Begriffe

A   B   C   D   E   F   G   H   I   J   K   L   M   N   O   P   Q   R   S   T   U   V   W   XYZ

 

A

 

Abachi: afrikanisches Holz von gelblich bis gelbgrauem Farbton, wird verwendet als Blindholz, aber auch als Konstruktionsholz für innen, für Leisten, für den Modellbau.

   

Abarco: Südamerikanisches Tropenholz, das dort vor allem in Kolumbien und Venezuela zu finden ist. Der Splint ist hellgrau bis gelblich rosa und etwa 3 bis 6 cm breit. Das Kernholz ist rotbraun und verblasst bei starkem Licht etwas. Nur selten ist es durch unterschiedliche Färbung leicht streifig. Das Holz ist mäßig schwer, der Einschnitt des frischen Holzes verläuft meist ohne Schwierigkeiten. Bei trockenem Holz werden die Werkzeuge aufgrund von Kieseleinlagerungen leicht stumpf. Hobelflächen und Kanten sind von besonderer Glätte. Für Nagelungen und Verschraubungen ist bei Abarco vorzubohren, Verleimungen halten gut. Als Schnittholz wird Abarco für den Innen- und Außenbau verwendet, für Kleinmöbel, Profilbretter, Rahmenhölzer, Leisten, Treppen und Parkett. Als Furnier findet das Holz Anwendung auf Innen- und Außenflächen von Möbeln sowie für Türen und Vertäfelungen.

   

Abbund: Das exakte und systemgerechte Zusammenstellen von zugeschnittenen Balken und Hölzern für die Weiterverarbeitung durch den Zimmermann.

   

Abfasen: siehe Fase

   

Abholzig: ein freistehender oder am Waldrand stehender Baum ist "abholzig". Weitere Begriffsdefinition siehe Abholzigkeit.

   

ablängen: Tischlerbegriff für das Kürzen bzw. Zurechtschneiden von Brettern z.B. mit einer Tischkreissäge.

   

Abholzigkeit: man spricht von Abholzigkeit, wenn sich der Stamm in Richtung Baumkrone zu stark verjüngt ("konische Verjüngung"). In der Stammholzgüteklasse A darf sich der Stamm pro laufendem Meter bis 1 cm bei Nadelholz und bis 2 cm bei Laubholz verjüngen.

   

Abrichthobelmaschine: Hobelmaschine für gehobelte Breitflächen und der gehobelten Schmalseite eines Brettes.

   

ABS-Kante: Kunststoff-Umleimer aus Acrylnitril-Butadien-Styrol. ABS-Kanten sind in allen Farben lieferbar und ein beliebter Umleimer für dekor- oder direkt beschichtete Platten.

   

Absperrfurniere: Um das Arbeiten des Holzes zu verhindern, werden Absperrfurniere auf die Mittellage von Stab- und Stäbchenplatten, selten auf verleimte Vollholzflächen aufgeleimt.

   

Afrikanisch Blackwood: siehe Grenadill

   

Afzelia: Die afrikanischen Hölzer der Gattung Afzelia, zu denen auch die Doussie zählt, besitzen eine deutlich höherer Härte als Eiche oder Teak. Der Splint ist gelblichgrau und das Kernholz variiert zwischen blaßgelblich und dunkelrotbraun. Der Einschnitt mit Hartmetall bestückten Werkzeugen erfolgt bei kleinen Einstellungen ohne Schwierigkeiten. Für das Nageln, Schrauben und Verkeilen sind Vorbohren bzw. genaue Passungen notwendig. Afzelia-Hölzer sind aufgrund von Härte, Pilzfestigkeit und Stehvermögen besonders für die Vollholzverwendung geeignet. Im Innenbau für Treppen, Handläufe, Parkett, stärker beanspruchte Bekleidungen sowie hoch belastbare Tische, Regale, Platten, Sockel und Gestühl; im Außenbau für Türen, Tore, Fenster, Gartenmöbel, Zäune und Brückenbeläge; außerdem für gärtnerischen Bedarf, Radrennbahnen und Fußböden sowie für spezielle Geräteteile und chemische Behälter.

   

Ahorn: Die europäischen Ahornarten des Berg- und Spitzahorns wachsen in Mittel- und Südosteuropa. Ahornholz verfügt über eine helle, fast weißliche Farbe und läßt sich gut polieren, beizen und durchfärben. Ahorn wird oft für Ausstattungszwecke im Möbel- und Innenausbau verwendet und kommt als Kontrastholz zu dunklen Möbeln und in Kombination mit Farbe zum Einsatz.

   

Amarillo-Buchsbaum: spezielles Holz aus der Gegend um Amarillo/Texas. Aus diesem Holz werden vor allem hochwertige Konzert-Xylophone gefertigt.

   

Angélique: Diese Holzart hat ihre Heimat im nördlichen Teil von Südamerika in Brasilien, Guyana und Surinam. Der Splint ist am frischen Holz hellgrau, später gelblich bis hellbraun. Das Kernholz ist deutlich abgesetzt, rosa bis hellrötlich braun, vereinzelt auch mit dunkleren Streifen. Angélique gehört zu den wenigen Holzarten, die wegen ihrer hohen Widerstandsfähigkeit gegen holzzerstörende Tiere des Meerwassers eine Sonderstellung einnehmen. Wegen seiner Härte muß das Holz mit Hartmetallwerkzeugen bearbeitet werden. Verwendet wird es im Außenbau beispielsweise für Verbretterungen, Tore, Fenster, Türen sowie für Beläge auf Rampen, Stegen, Pontons und Brücken. Im Innenausbau wird es für Treppen und Parkett, im Bootsbau für Spanten, Beplankungen und Decks (riftgeschnitten) sowie für den chemischen Behälterbau verwendet. Auch ein Verwendung als Sperrholz für besondere Beanspruchungen im Boots und Containerbau ist möglich.

   

Aningre blanc: Dieses Holz ist in Liberia, der Elfenbeinküste oder Ghana beheimatet. Splint und Kernholz im frischen Zustand meist gelblich grau und ohne deutliche Begrenzung. Bei der Trocknung und bei der Furnierherstellung in den hellen Partien oft gelblich, rosa bis rosagrau, dabei an Schnittstellen und Rissen leicht durch Einlauf grau bis blaß rotbraun verfärbend. Aningre ist in seiner Anwendung auf Möbel und den Innenausbau beschränkt. Als Vollholz wird es im Gestellbau für Sitzmöbel, stark profilierte oder geschnitzte Möbelteile und für Leisten eingesetzt. Im Innenausbau wird es auch wegen der guten Kantenfestigkeit für Fußleisten, Türfutter, Bekleidungen sowie als Profilbrett für Decken- und Wandbekleidungen verwendet. Als Furnier wird es in Naturfärbung, gebeizt, durchgefärbt oder bedruckt als Austauschholz für Nußbaum (Black Walnut), in blaß rosa Qualitäten für Kirschbaum oder für helle Hölzer, wie Birke oder Ahorn, verarbeitet.

   

Antikholz: siehe Keloholz

   

Arbeiten: Spannungsvorgänge im Holz, die durch Aufnahme von Feuchtigkeit oder Trocknung entstehen (siehe "Quellung" bzw. "Schwinden").

   

Arbeitsplatten: Arbeitsplatten (auch als "Küchenarbeitsplatten" ein Begriff) sind Spanplatten, die mit einem hochwertigen, wasserabweisenden Schichtstoff bezogen worden sind. Wegen der abgerundeten Kanten spricht man auch von Postforming-Arbeitsplatten (siehe Postforming).

   

Astgetrocknetes Holz: wenn der gefällte Stamm etwa zwei Monate im Wald verbleibt, um dort 50% seiner Holzfeuchte zu verlieren, spricht man von astgetrocknetem Holz. Dieses ist witterungsbeständiger und neigt weniger dazu, zu reißen, sich zu verdrehen oder zu verwinden. Astgetrocknetes Holz ist wertvoller als kammergetrocknetes Holz. Beim Bau von Blockhäusern ist das von besonderer Wichtigkeit.

   

Astigkeit: man spricht von Astigkeit, wenn Äste im Schnittholz sind.

   

A- und B-Sortierung: Qualitätskriterien zur Unterscheidung der höherwertigen von den weniger hochwertigen Hölzern. Weitere Informationen hier.

   

Aussenfurniere: Außenfurniere sind Deckfurniere. Benannt werden sie nach ihrem Verwendungszweck, wie beispielsweise für Außenflächen von Möbeln.

   

Ausformung: man spricht von "ausformen", wenn Bäume entrindet, auf Länge eingeschnitten und nach Stammdurchmesser sortiert werden.

   

Ausgleichsfeuchte: Holz hat die Fähigkeit, Wasser aufzunehmen und abzugeben. Das Volumen verändert sich, das Holz schwindet und quillt. Dies geschieht bei Änderung der Temperatur oder der Luftfeuchtigkeit. Mit der Zeit nimmt das Holz auch einen anderen Wert an. Die dem jeweiligen Klima angepaßte Holzfeuchte ist die Ausgleichsfeuchte des Holzes.

   

Azobe: Azobe, auch Bongossi genannt, gehört zu den besonders schweren sowie harten Hölzern Westafrikas und zu den weniger Arten, die eine hohe Widerstandsfähigkeit gegen Holzschädlinge, häufig auch gegen solche im Meerwasser, aufweisen. Der Splint ist grau bis blaß braun, das Kernholz ist rotbraun mit leicht violetter Tönung, später schokoladenbraun nachdunkelnd. Ungeschützt im Freien vergraut es oberflächlich. Wegen der besonders hohen Dauerhaftigkeit im Wasser und im sehr feuchten Untergrund zählt es zu den bekanntesten Hölzern im Wasser- und Deichbau, wie zum Beispiel für Schleusen, Brücken oder Spundwände. In Werkshallen oder in Versammlungsräumen kann Azobe auch als Holzpflaster verwendet werden. Die hohen Festigkeitswerte ermöglichen sogar die Verwendung anstatt von Beton oder Metallen.


        
 

B

 

Bahnschwelle: siehe Eisenbahnschwelle

   

Balken: Schnittholz, dessen größte Querschnittseite mindestens 20 cm breit ist.

   

Balsaholz: extrem leichtes und sehr gut schwimmfähiges Holz, das z. B. im Flugzeugmodellbau eingesetzt wird. Der Balsabaum wächst vor allem in Südamerika und wird bis 25 m hoch. Der Norweger Thor Heyerdahl segelte 1947 auf einem Balsa-Floß von Peru nach Polynesien, um den Beweis zu erbringen, daß frühe Hochkulturen aus Südamerika auf Entdeckerreisen gegangen sind. Das weiche Holz ist für die Bauwirtschaft absolut ungeeignet, zum Schnitzen aber ideal. In Deko- und Gartengeschäften werden farbenfrohe Tierfiguren aus Balsaholz angeboten, die in Ecuador oder Bali geschnitzt worden sind. Bevor Surfbretter aus Kunstharz entwickelt wurden, bestanden die Surfbretter der Hawaiianer aus Balsaholz.

   

Bandsäge: Sägemaschine mit umlaufendem Bandsägeblatt.

   

Bangkirai: Tropisches Holz von erheblichem Gewicht und großer Härte. Wird in Bereichen mit hoher Beanspruchung eingesetzt, z.B. zur Deckung von Brücken. Zunehmend findet das dunkel-rötliche Holz Verwendung im Gartenbereich als Terrassenbelag oder für Sichtzäune, weil ihm - ähnlich wie Teak - Regen wenig anhaben kann.

   

Barfußdiele: Gehobelte und mit relativ breiten und tiefen Nuten versehene Diele, die für den Bau von Holzterrassen und Bootsstegen vorgesehen ist. Die Nutung sorgt für Rutschfestigkeit, außerdem werden die Schrauben durch die Nut geführt, was Verletzungen am nackten Fuß nahezu ausschließt.

   

Barfußfliese: Entspricht einer Holzfliese, jedoch ist die Oberfläche des Holzes bearbeitet wie bei der Barfußdiele, also mit Nuten versehen.

   

Barrique: Faß aus Eichenholz, meistens aus Limousineiche, in dem Rotwein, Cognac und andere Spirituosen heranreifen.

   

Basralocus: südamerikanisches Hartholz, vorwiegend als Wasserbauholz eingesetzt.

   

Bauholz: Holz, das im Baubereich für Hilfskonstruktionen wie Schalungen oder Stützen verwendet wird.

   

Baurundholz: nur geschältes ("entrindetes"), nicht geschnittenes rundes Holz

   

Beetrolli: Bezeichnung für kleinere Halbpalisaden, deren flache Rückseiten durch zwei angetackerte Metallbänder miteinander verbunden sind. Diese speziellen Beeteinfassungen werden - daher der Name - als Rollenware im Handel angeboten und gehören dort zum Standardangebot für Gartenbedarf. Die angehefteten Metallbänder erleichtern einen gleichmäßigen Einbau. Außerdem meistern Beetrollis auch bogen- und kreisförmig angelegte Beete. Wie bei den Holzpalisaden auch, wird zur Anfertugung der Rollis meist imprägniertes Fichtenholz verwendet.

   

beizen: Holz kann durch Begasung mit Ammoniak oder durch flüssige Beizen in seiner natürlichen Holzfarbe verändert, also gebeizt werden, wobei die Holzstruktur erhalten und sichtbar bleibt.

   

Besäumen / besäumtes Holz: wenn bei Brettern die Kanten des Stammes manuell oder maschinell entfernt worden sind. Bei unbesäumtem Holz sind diese Kanten noch vorhanden.

   

Beschläge: Wichtig bei der Möbelherstellung. Dazu gehören Griffe, Bänder, Schubladenführungen, Scharniere, Schlösser und vieles mehr.

   

Bewitterung: Unter Bewitterung versteht man die Einwirkung von Sonne und Regen auf Holzbauteile. Je nach Himmelsrichtung werden Holzbauteile unterschiedlich beansprucht.

   

Biegeholz: Biegeholz aus Buche, Eiche, Esche und Ahorn erhält man durch Dämpfen feuchter Kanthölzer, die dabei in der Länge um 20 % gestaucht, dann eingespannt und getrocknet werden. Danach kann das Holz konventionell bearbeitet und im kalten und trockenen Zustand gebogen werden bis zu einem Radius von 1:10. Aus Biegeholz werden Umleimer für runde Tischplatten, sog. Handlauf-Krümmlinge oder Sockelleisten für Säulen hergestellt.

   

Bilinga: Westafrikanisches Tropenholz mit einem im frischen Zustand gelblich orange Kernholz, das stark nachdunkelt, deutlich abgesetzt vom schmalen, weißlich-gelben Splint. Bilinga ist ein mittelschweres bis schweres Holz mit entsprechenden Festigkeitseigenschaften, die etwas über denen von Buche und Eiche liegen. Verwendung findet es als Konstruktionsholz im Innen- und Außenbau, auch im Hafenbau für tragende Bauteile mittlerer mechanischer Beanspruchung und für Decks von Molen. Auch für den Brückenbau, Schwimmstege, Schwellen, Lärm- und Sichtschutzwände, Zaunanlagen sowie für normal bis stark beanspruchte Fußböden findet Bilinga Anwendung.

   

Billian: siehe Ulin.

   

Binder: - siehe Holzbinder

   

Biozid: Wirkstoff in einem Schutzmittel, der dazu bestimmt ist, Schadorganismen unschädlich zu machen oder zu zerstören.

   

Birke: Die Birke wächst in Nord- und Mitteleuropa. Das besonders hochwertiges Holz kommt aus Finnland und Rußland. Das Birkenholz ist sehr hell, fast weiß und hat feine Jahresringe. Die Maserung variiert von schlicht über bunt bis geflammt. Das Holz wird vor allem im Stilmöbelbau und für Decken- und Wandverkleidungen eingesetzt.

   

Birnbaum: Der Birnbaum ist in ganz Europa mit Ausnahme des Mittelmeergebietes, sowie in Nordafrika und im Mittleren Osten verbreitet. Der Splint und das Kernholz weisen keinen Unterschied auf. Beide sind blass grau bis rötlich braun und dunkeln bei älteren Bäumen rotbraun nach. Das Holz ist hart und mit allen Werkzeugen leicht und sauber zu bearbeiten. Es eignet sich sehr gut zum drechseln, zum schnitzen und zum polieren und es ist gut messerbar. Durch Dämpfen vertieft sich die Färbung, das Holz wird rosarot und bräunt später nach. Birnbaum findet vielfältige Verwendung als Ausstattungsholz im Möbel- und Innenausbau. Auch für Sitzmöbel, als Drechslerholz für fein profilierte Erzeugnisse, für den Flötenbau und als Bauholz für Werkzeuge und Zeichengeräte eignet sich Birnbaum hervorragend.

   

Black-Cherry: Der amerikanische Black-Cherry-Baum ist in den nordöstlichen Gebieten der USA beheimatet. Wie beim europäischen Kirschbaum ist auch das Black-Cherry-Holz feinporig und gleichmäßig mit einem typischen seidenmatten Glanz. Allerdings ist der amerikanische Kirschbaum etwas dunkler. Das Holz weist gute Festigkeitswerte auf und verfügt über gute Beiz-, Mattier- und Poliereigenschaften. Black-Cherry ist ein gefragtes Möbelholz und wird für edle Möbel, Holzvertäfelungen, Wand- und Deckenverkleidungen eingesetzt.

   

Bläue: Blauschwarzer Pilz, der das Holz dunkel verfärbt und zu Anstrich- und damit zu Holzschäden führen kann.

   

Blindholz: Sammelbegriff für Holz, das als nicht sichtbares Konstruktionsholz verwendet wird, z.B. als Trägermaterial von Furnieren.

   

Blockbohlen: durch Hobeln oder Drechseln hergestelltes, massives, mindestens 70 cm dickes Baumaterial, das hauptsächlich für den Bau von Wänden verwendet wird. Blockbohlen können aus einem Stamm hergestellt werden oder aus mehrlagigen, verleimten Massivbrettern. Mit Doppelnut und -feder versehene Blockbohlen werden auch für den Bau von Decken verwendet.

   

Blockhausprofil: Bezeichnung für ein Profilholz mit einer gewölbten Außenseite, wodurch der optische Eindruck eines Holzhauses aus Rundstämmen entsteht.

   

Boden-Deckel-Schalung: Wand- und Fassadenbekleidung, bei der die Bretter vertikal so angebracht werden, daß über dem Abstand zwischen zwei "Bodenbrettern" ein drittes Brett als "Deckel" montiert wird.

   

Bohle: Diele von mindestens 40 mm Stärke und einer Breite von mehr als dem Doppelten der Stärke.

   

Bohlenbalken: Bezeichnung für einen tragenden Balken.

   

Bongossi: extrem hartes Holz aus Zentralafrika. Der Baum wird bis 40 m hoch, sein Holz wird für Brückenkonstruktionen, Schleusen usw. eingesetzt. Anderer Name ist Azobé.

   

Borneo Ironwood: siehe Ulin.

   

Böttcher: alter Handwerksberuf, der heute nur noch selten ausgeübt wird. Der Böttcher fertigt Wannen, Tröge und Bottiche (daher der Name) aus Eichenholz. Im Gegensatz zum Küfer fertigt der Böttcher offene Behältnisse. Das vom Böttcher verwendete Holz bezeichnet der Fachmann als Dauben.

   

Brasilkiefer: Das Holz der Brasil- bzw. Paranakiefer ist das in Europa am häufigsten verwendete südamerikanische Nadelholz. Es kommt hauptsächlich im brasilianischen Bundesstaat Parana vor, sowie in Paraguay und im Norden Argentiniens. Der Splint ist gelblich bis gelblich-grau. Das Kernholz gelblich braun und vom Splint nur schwer zu unterscheiden, teils mit dunkelbraunen oder roten, unregelmäßigen Streifen, wodurch es für ein Nadelholz eine ungewöhnliche farbige Zeichnung erhalten kann. Holz ist nicht alterungsbeständig und verfügt nur über mittlere Biege- und Druckfestigkeit bei geringer Schlagfestigkeit. Sehr schwierig zu trocknen mit der Tendenz, an den dunkleren Stellen zu reißen. Kann bei sorgloser Trocknung sehr stark arbeiten. Verwendung findet das Holz im lnnenausbau, insbesondere Treppen. Weiterhin wird es für Möbelrahmen, Ladenausstattungen und im Fahrzeugbau verwendet.

   

Breitbandschleifmaschine: Profimaschine mit umlaufendem Schleifband zur Erzielung eines Feinschliffs.

   

Brett: mindestens 8 mm dickes, aber weniger als 4 cm starkes Holzteil von mindestens 8 cm Breite.

   

Brettschichtholz: Brettschichtholz besteht aus einzelnen flachkantigen Brettern (meist Fichtenholz), die aufeinandergeschichtet und miteinander verleimt werden. Damit später keine Schwindverformungen auftreten, werden die Bretter auf eine gleiche Holzfeuchte getrocknet. Bauteile aus Brettschichtholz besitzen eine hohe Festigkeit und Tragfähigkeit, die die guten Eigenschaften von Vollholz sogar noch übertreffen.

   

Brinell: Maßeinheit zur Berechnung der Holzhärte, so genannt nach dem Erfinder des Meßverfahrens, dem schwedischen Metallurgen J. A. Brinell (1849 - 1925).

   

Bruyèreholz: Aus der bis 30 cm dicken Wurzelknolle der Baumheide, einem bis 3 m hoch wachsenden Strauch, der nur im Mittelmeerraum vorkommt, wird das Bruyèreholz gewonnen, das - nach besonderer Vorbehandlung - enormen Temperaturen widerstehen kann und deshalb das ideale Material für Pfeifenköpfe ist. Aus dem aufregend gemaserten Holz werden auch kleine Schalen gedrechselt sowie Holzschmuck hergestellt. Bruyére-Furnier findet in sehr kleinem Rahmen Verwendung - beispielsweise für Pfeifenständer.

   

Bubinga: Der Bubinga-Baum wächst in der Äquatorialzone Westafrikas. Bubinga zählt zu den dekorativsten afrikanischen Holzarten, dabei wird zwischen schlichter, streifiger und "bunter" Zeichnung unterschieden. Die Farbskala reicht von rosa über braunrot bis zu violett geädert. Bubinga zählt zu den schweren und harten Hölzern, läßt sich aber problemlos verarbeiten. Das Holz ist sowohl in der Möbelfabrikation als auch im Laden- und Innenausbau einsetzbar. Auch Innenausstattungen von Autos, sowie Musikinstrumente sind oft aus Bubingaholz.

   

Buche: Buchen erstrecken sich über West- und Mitteleuropa. Das sanft-gelbe bis rosé farbene Buchenholz ist eines der härtesten, schwersten und strapazierfähigsten Hölzer. Idealen Einsatz findet das Holz im Innenausbau für Fußböden und Wandverkleidungen, Möbel und Gebrauchsgegenstände. Zudem gilt Buche als das Brennholz mit dem höchsten Heizwert.

   

Buchsbaum: sehr langsam wachsender, strauchartiger Baum, der in Deutschland nur als Ziergehölz gepflanzt wird ("Friedhofsstrauch"). In den Mittelmeerländern wird er immerhin wenige Meter groß. Das Holz ist hart und gut polierbar, starke Stammquerschnitte kommen kaum in den Handel. Das Holz gilt als Traumholz für Drechslerarbeiten.

   

Bürstenholz: Begriff aus dem Holzhandel. Bei Holzauktionen prüfen Bieter, welche Stämme für die Anfertigung hochwertiger Bürsten ersteigert werden sollen. Als Bürstenholz wird fast ausschließlich Buche verwendet. Der auf solche Hölzer spezialisierte Handel bietet dann Rohlinge für über 100 Bürstenarten an. So gibt es z. B. Kleider-, Baby-, Bäcker-, Grillpinsel- oder Eckenbürstenhölzer.

   

Butterbaum: oder: Shea-Butterbaum, ein Baum ohne Bedeutung für die Holzwirtschaft. Wächst in der afrikanischen Savanne. Aus den Nüssen wird eine "Butter" gewonnen, aus der kosmetische Produkte hergestellt werden.


        
 

C

 

Canarium: Westafrikanische Holzart mit gelblichweißem bis hellgrauem Splint und blaßrosa bis hellgrauem Kernholz. Canarium ist ein mäßig leichtes Holz mit etwas höheren Festigkeitswerten als Okoume, mit dem es nahe verwandt ist. Verschraubungen und Nagelung halten gut und erfordern meist kein Vorbohren. Die Trocknung des Schnittholzes verläuft langsam und zeigt in Abhängigkeit von der Stärke sowie Schnittrichtung eine mäßig bis geringe Neigung zum Werfen oder zur Rißbildung. Canarium ist aufgrund der nicht ausreichenden Witterungsfestigkeit im Außenbau und in Feuchtbereichen nicht einsetzbar. Wegen der erschwerten Bearbeitung des trockenen Holzes und der ähnlichen Eigenschaften wie bei Okoume eignet sich Canarium besonders für die Sperrholzerzeugung. Als Vollholz wird es für Bekleidungen, Friese, Türfutter, Vorleimer und Mobelteile verwendet.

   

Castello-Buchsbaum: brasilianisches Buchsbaumholz für die Herstellung von Holzblasinstrumenten.

   

Cedrorana: Südamerikanisches Nutzholz, dessen Verbreitung sich über das gesamte Amazonasbecken vom östlichen Peru bis zum Unterlauf des Amazonas im brasilianischen Bundesstaat Parä erstreckt. Das Splintholz ist strohfarben bis gelblich weiß, im frischen deutlich, im trockenen Zustand nur schwach abgesetzt vom rosa- bis gelblichbraunen Kernholz, letzteres am Licht etwas nachdunkelnd. Die Bearbeitung ist mit allen Werkzeugen und nach üblichen manuellen und maschinellen Verfahren glattflächig und scharfkantig durchführbar. Das Holz wird verwendet als Konstruktionsholz für mittlere Beanspruchung im Innen- und Außenbau, z.B. als Rahmenhölzer für Fenster und Türen, auch schichtverleimt; im konventionellen Möbelbau wie auch für Gartenmöbel, für Tischlerarbeiten, Verpackungen, leichte Fahrzeugaufbauten. Auch als Profilholz für Innen- und Außenverkleidungen läßt es sich verwenden.

   

Celtis: Afrikanisches Nutzholz, das vor allem in den mittelafrikanischen Staaten Elfenbeinküste, Ghana, Kamerun, VR Kongo, Nigeria und Zaire beheimatet ist. Splint und Kernholz sind nicht klar voneinander unterschieden, gelblich weiß bis blaß gelb, teils mit leichtem Glanz. Das Holz besitzt Festigkeitseigenschaften, die denen von Eiche und Esche oft überlegen sind. Die Bearbeitung des trockenen Holzes ist mit etwas größerem Kraftaufwand bei nur geringem Stumpfen mit allen Werkzeugen sauber durchführbar. Hobelflächen und Kanten sind glatt und scharfkantig. Für Nagelungen und Verschraubungen ist vorzubohren. Als Vollholz findet Celtis Verwendung für Sitzmöbel, Möbelteile, Leisten, Profilbretter für Wand- und Deckenbekleidungen sowie Treppenstufen und Parkett. Als Furnier eignet es sich für Sperrhölzer und bei guten Qualitäten auch als hellfarbiges Deckfurnier für Möbel und Türen.

   

Cocolobo: dieser Baum wächst auf den karibischen Inseln und in Mittelamerika. Das harte, in vielen Farbvarianten vorkommende Holz wird für Musikinstrumente und kunstgewerbliche Arbeiten eingesetzt.

   

Courbaril: Die Laubhölzer der tropisch-amerikanischen Gattung Hymenaea gehören zu den guten Standardhölzern Lateinamerikas. Der Splint ist fast weiß bis grau, das Kernholz deutlich abgesetzt. Im frisch-feuchten Zustand ist es hell lachsfarben bis gelblich braun, später dunkelt es häufig orangebraun bis tief kupferfarben nach. Vereinzelt tritt auch eine dunkelbraune, bis etwa 1 cm breite und unregelmäßige Farbstreifung auf. Aufgrund des überwiegend geraden Faserverlaufes entstehen beim Hobeln, Fräsen, Bohren, Drechseln und Schnitzen glatte, matt glänzende Flächen und saubere Kanten. Für Schrauben und Nägel ist vorzubohren. Verwendet wird das Vollholz für stärker beanspruchte Konstruktionen, einschließlich Rahmen, Parkett und Treppenstufen. Auch Kleinmöbel, Gestelle für Sitzmöbel oder Profilholz wird aus Courbaril hergestellt. Als Furnier wird das Holz im Möbelbau für Außen- und Innenflächen nach dem jeweiligen Holzbild verwendet.


        
 

D

 

Dachlatten: Schnitthölzer mit Querschnittsflächen nicht größer als 32 qm und einer Breite bis 80 mm bei einem Seitenverhältnis des Querschnitts von maximal 1:2.

   

Dachsparren: siehe Sparren.

   

Dämmbalken: Sandwichelement aus Holz oder Holzwerkstoffen mit einem Kern aus Dämmmaterial. Dämmbalken werden bei Dachkonstruktionen eingesetzt.

   

Dämpfen: Sollen Holzstämme vor der Verarbeitung zum Furnier weich gemacht werden, werden sie über heißem Wasserdampf gedämpft oder in heißes Wasser eingetaucht. Dabei wird entweder der ganze Stamm oder Stammteile eingeweicht. Die Furnierfarbe heller Holzarten würden unter dieser Prozedur leiden. Deshalb werden sie nicht gedämpft.

   

Danta: Dieses oft mahagonifarbene Holz mit guten technischen Eigenschaften ist besonders im westlichen Afrika verbreitet und kann vielfältig, durch den teils deutlichen Glanzstreifen, auch im dekorativen Bereich eingesetzt werden. Der Splint ist rötlich grau bis blaß braun. Das Kernholz lachsfarben bis rotbraun, frisch angeschnitten teils mit leicht violetter Tönung, letztere am Licht bräunlich verblassend. Aufgrund der guten Festigkeitseigenschaften, der feinen Struktur und der Pilzfestigkeit ist das Holz im Innen- wie im Außenbau vielseitig einsetzbar. So bei Rahmen für Fenster, Türen, Tore sowie Pergolen, Wand und Deckenverkleidungen (Profilbretter), außerdem für Verbände im Fahrzeug- und Bootsbau, für Waggonböden, Treppenstufen, Parkett, Bänke Möbelteile und Werkzeuggriffe. Gut gestreifte Blöcke ergeben ein ansprechendes Sichtfurnier für Möbel, Türen und Vertäfelungen.

   

Darrprobe: Meßverfahren zur Feststellung der Holzfeuchte.

   

Dauben: Gewölbte, schmale Bretter vornehmlich aus Eichenholz, die für die Herstellung von Fässern benötigt werden. Früher vom Böttcher oder Küfer in aufwendigen Verfahren von Hand hergestellt, werden Dauben heute mit einer Zylindersäge aus einem Baumstamm- Viertelstück gesägt. Die Rohdauben werden, wenn aus ihnen hochwertige Wein- und Weinbrandfässer hergestellt werden sollen, bis zu 36 Monaten im Freien gelagert, wobei der Regen verschiedene Holzinhaltsstoffe auswäscht. Die Endverarbeitung zum Faß erfolgt durch Biegen der Dauben unter Dampfeinwirkung und Toastung des aus den Dauben zusammengesetzten Faßrumpfes.

   

Deckfurniere: Deckfurniere geben den furnierten Vollholzteilen, dem Sperrholz, den Verbundplatten oder anderen mit Furnier beplankten Werkstoffen ein dekoratives Aussehen. Siehe auch: Aussenfurniere, Innenfurniere

   

Deckleiste: gehobeltes bzw. profilgehobeltes Holzteil zum Abdecken und Schutz von Fugen zwischen verschiedenen Materialien und Oberflächen.

   

Deckvermögen: Eigenschaften eines Anstrichmittels, die Farbe oder den Farbunterschied eines Holzuntergrundes zu verdecken. Lasuren sind nicht deckend.

   

Dekorbeschichtung: mit Melaminharz (Naturharz) getränkte und zuvor in unterschiedlichen Dekoren bedruckte Papiere werden bei der Dekorbeschichtung in einem eigenen Prozess auf Schichtholz- oder Werkstoffplatten geleimt. Die Platten verfügen über eine hohe Widerstandsfähigkeit.

   

Dekorpaneele: Holzpaneel aus einem Holzfaser-Trägermaterial (meistens eine MDF-Platte) und einem darauf aufgebrachten Laminat oder einer Folie, auf die eine Holzmaserung aufgedruckt wurde.

   

Dekor-Spanplatten: Feinspanplatten mit einer beidseitigen, dekorativen Kunststoffbeschichtung auf Melaminharzbasis.

   

DHF-Platte: diffusionsoffene Holzfaserplatte insbesondere für Dach- und Wandbereiche im Holzbau. DFH-Platten sind wasserableitend, winddicht und wärmedämmend.

   

Dichte: Raumgewicht, Quotient aus der Masse und dem Volumen

   

Dickenhobelmaschine: zum einseitigen Kalibrieren von Brettern, Leisten und Kanten.

   

Dickholz: Bezeichnung eines Herstellers für über Kreuz verleimte, massive Brettholzelemente, wie sie im sog. Ingenieurholzbau verwendet werden.

   

Dickschichtlasuren: Lasierendes Anstrichmittel, das auf der Holzoberfläche nach der Trocknung einen wahrnehmbaren Film bildet und die Holzmaserung betont. Besonders geeignet für maßhaltige Bauteile.

   

Diele: Prinzipiell ein Brett aus Massivholz, das als Bodenbelag eingesetzt wird, siehe auch Hobeldiele.

   

Direktbeschichtung: bei der Direktbeschichtung von Holzwerkstoffplatten werden melaminharzgetränkte und zuvor mit beliebigen Dekoren oder Farben bedruckte Papiere direkt bei der Plattenherstellung aufgebracht.

   

Donnerbalken: scherzhafte Bezeichnung für eine Behelfslatrine aus Balken, wie sie Soldaten bei Einsätzen außerhalb der Kaserne zurechtzimmern.

   

Doppelendprofiler: doppelseitige Profil- und Formatfräse mit mehreren Werkzeugträgern und Transportband.

   

Douglasie: Die Douglasie, auch unter Oregon Pine und Douglas Fir bekannt, ist in Nordamerika beheimatet. Aber auch in Europa (besonders in Deutschland) ist der Baum zu finden. Das Kernholz ist frisch gelblich-braun bis rötlich-gelb gefärbt - dunkelt aber im Licht schnell zu einem braunroten Farbton nach. Als eines der festesten Nadelhölzer ist das Holz hart und trocken und damit leicht und gut zu bearbeiten. Wegen der starken Flader- und Streifenzeichnung eignet sich das Holz gut für den dekorativen Innenausbau sowie für den Möbelbau.

   

DPL-Laminat: DPL ist die Abkürzung für "Direct Pressure Laminat" und kennzeichnet direkt beschichtete Laminatböden. Das Dekorpapier, welches den Holzcharakter darstellt, wird in diesem Verfahren unmittelbar auf die stabile Trägerplatte aufgebracht und dann mit einer Schutzschicht überzogen.

   

Drehwuchs: wenn die Fasern wie eine Spirale um die Stammachse gewachsen sind, spricht der Holzfachmann von Drehwuchs.

   

Dreischichtplatten: Äußerst belastbare, großflächige Platten mit drei Lagen, bestehend jeweils aus kreuzweise miteinander verleimten Holzlamellen. Ihr Einsatzgebiet ist der Innenausbau, wobei Nadelholzplatten als Fußbodenelemente und Laubholzplatten im Möbelbau eingesetzt werden.

   

Druckholz: durch Winddruck verursachter Wuchsfehler bei Nadelholz. Das Holz hat sich verzogen und ist schlecht zu bearbeiten.

   

DSB-Träger: Abkürzung für "Dreieck-Streben-Bau-Träger". Zwei flache Holzgurte werden bei DSB-Trägern mit einem eingeleimten Strebensystem verbunden und ergeben so eine Fachwerkkonstruktion, die als Dachträgerelement bis zu 18 m lang sein kann.

   

Dünnschichtlasur: Lasierendes Anstrichmittel, das nach der Trocknung keinen wahrnehmbaren Film bildet.

   

Dünnspanplatte: Spanplatte mit besonders feiner Oberfläche und sehr guten Fräseigenschaften. Die Platten werden vielseitig eingebaut, z.B. im Türen- oder Möbelbau und können je nach Verleimung auch im Feuchtbereich eingesetzt werden.

   

Duo-Balken: Duo-Balken wie auch Trio-Balken werden auch Balkenschichtholz, Lamellenschichtholz oder Lamellenbalken genannt. Die Balken werden aus zwei bzw. drei "Einzelquerschnitten" zusammengeleimt, die maximal 80 mm x 240 mm dick bzw. breit sein dürfen.


        
 

E

 

Ebenholz: Extrem hartes, heute sehr seltenes exotisches Holz, das vor allem von Kunsttischlern und im Instrumentenbau (Teile der Violine, schwarze Klaviertasten) eingesetzt wurde. Der Laie setzt Ebenholz gleich mit pechschwarzem Holz, was aber nur bedingt richtig ist - siehe Stichworte Makassar und Koromandelholz.

   

Echtholz: Umstrittener Begriff, denn lt. Urteil des Landgerichts Nürnberg-Fürth aus dem Jahre 1998 versteht der Verbraucher unter Echtholz ein Massivholz. Die Bezeichnung "Echtholz" sei auch dann irreführend, wenn der Zusatz MDF erfolgt sei. Denn diese Bezeichnung für eine mittelharte Holzfaserplatte könne der Verbraucher nicht interpretieren. Dessen ungeachtet werden jedoch immer wieder Echtholz-Paneele im Handel angeboten, bei denen nur das Furnier aus massivem, wenn auch dünnem Holz besteht. Sofern solche Paneele als "Paneele mit Echtholzfurnier" beschrieben werden, wird der Verbraucher auch nicht in die Irre geleitet.

   

Echtholzpaneele: Holzpaneel aus einem Holzfaser-Trägermaterial (meistens eine MDF-Platte) und einem darauf aufgebrachten Furnier aus "echtem" Massivholz. Juristisch ist der Begriff Echtholz umstritten. Gebräuchliche Furniere sind Ahorn, Birke, Buche, Kirsche, Eiche, Esche und Pinie.

   

Ehrbarkeit: Traditionsbezeichnung für die Krawatte der auf Wanderschaft befindlichen Zimmergesellen. Man begibt sich in akute Lebensgefahr, wenn man einem ehrbaren (!) fremden Zimmergesellen an die Ehrbarkeit greift!

   

Eibe: oder auch Taxus, wertvolles immergrünes Schnittgehölz. Eiben werden vor allem für Hecken eingesetzt. Sie können jedoch auch 12 m hoch und über 300 Jahre alt werden. Das Holz eignet sich nicht für Bauzwecke und wäre dann auch fast unbezahlbar.

   

Eiche: Eichen sind vor allem in Mitteleuropa und Nordamerika zu Hause. Der deutlich sichtbare Jahresringaufbau verleiht der Eiche eine kräftige, gleichmäßige Struktur. Farbtöne variieren von beige bis honiggelb. Das rustikale Eichenholz wird unbehandelt sowie farbig lackiert in allen Wohnbereichen verwendet. Eiche gilt als ideales Holz für Bodenbeläge.

   

Einseitig und an zwei Kanten gehobeltes Holz: Holzteil mit rechteckigem Querschnitt, dessen Seiten mit Ausnahme einer langen Seite gehobelt sind.

   

Eisenbahnschwelle: mit Teeröl gegen Verrottung imprägnierte eckige Balken aus Eiche oder Buche, die als Altschwellen insbesondere in Privatgärten und auf Kinderspielplätzen eingebaut wurden als Stufen oder Palisaden. Wegen der vom Teeröl WEI Typ A ausgehenden Krebsgefährdung ist diese Nutzung nicht mehr zulässig.

   

Eisenholz: siehe Königsholz

   

Elsbeere: Die Elsbeere wächst in sonnigen Lagen Mittel- und Südeuropas, vor allem in Frankreich. Das feinporige Holz ist gleichmäßig strukturiert, mit zarter Zeichnung ausgestattet und geht farblich ins rosa. Elsbeere ist gut zu lackieren und zu färben und ist ein beliebtes und hochwertiges Ausstattungsholz für Möbel und Innenausbau.

   

Emissionsklassen: Holzwerkstoffplatten sind in Emissionsklassen unterteilt. Dabei geht es um den Anteil an Formaldehyd. E 0 = absolut formaldehydfrei. E 1 = kann unbedenklich, also auch unversiegelt, verarbeitet werden, E 2 = Platte sollte, um Emissionen zu vermeiden, beidseitig beschichtet werden, E 3 = Platte muß komplett beschichtet sein, damit kein Formaldehyd entweichen kann.

   

entharzen: Entfernen von Harz durch Seifenlauge, Lösungsmittel und mechanische Bearbeitung.

   

Entlastungsnut: Speziell in die Unterseite von massiven Hobeldielen werden Nute gefräst, um Spannungen im Holz abzubauen.

   

Erle: Die Erle findet man beinahe überall in Mitteleuropa. Charakteristisch für das Erlen-Laubholz ist die gleichmäßige, strukturierte Maserung mit blaß-gelblich-brauner bis rötlich-brauner Färbung. Erle ist ein weiches Holz, das sich durch die hervorragende Annahme von Polituren und Beizen auszeichnet. Erlenholz wird vor allem im Möbelbau und als Ersatz für Edelhölzer, wie Kirschbaum, Nußbaum und Mahagoni eingesetzt.

   

Eukalyptus: dieser australische Baum, der in etwa 600 Arten vorkommt, ist ein wahres Naturwunder. Er wächst sehr schnell, wird meterdick, bis zu 40 m hoch und treibt sogar nach verheerenden Buschbränden schnell wieder aus. Aus den Blättern werden Heilöl und Aromastoffe gewonnen, die Koala-"Bären" leben nur von Eukalyptusblättern. Der Eukalyptus wurde seit Mitte des 19. Jahrhunderts auch im Mittelmeerraum kultiviert, durch ihn wurden ganze Sumpfgebiete trockengelegt und dadurch malariafrei. Aus den Arten "eukalyputs rostrata" und "eukalyptus globulus" wird ein Parkett von großer Härte und mit geringer Neigung zur Rißbildung hergestellt.

   

Esche: Die Esche ist nahezu über gesamt Europa verbreitet. Auch Nordamerika ist ein bedeutendes Wuchsgebiet. Durch deutlich sichtbare Jahresringe und stark gefladerte oder gestreifte Zeichnungen ist die gelblichweiß schimmernde Esche von ausdrucksvoller Struktur. Das schwere, harte Holz ist ein beliebtes Ausstattungsfurnier im Möbelbau und wird gern für großflächige Wand- und Deckenverkleidungen verwendet.

   

exzentrischer Wuchs: Wuchsfehler, durch den sich das Mark nicht im Mittelpunkt des Stammquerschnittes befindet, was dazu führt, daß sich Schnittholz verzieht.


        
 

F

 

Falschkern: durch Pilzbefall verursachter Wuchsfehler bei Laubhölzern, durch den das Holz nicht mehr verwertbar wird.

   

Falz: Längsaussparungen an den Kanten zum passenden Übereinandergreifen der Holzteile.

   

Faschinen: Reisigbündel von 2 bis 4 m Länge und 15 bis 30 cm Durchmesser. Faschinen werden vor allem zur Uferbefestigung eingesetzt.

   

Fase: wenn eine "scharfe" Holzkante abgeschrägt wird, dann ist die Kante "gefast". Die Abschrägung bezeichnet man demnach als Fase.

   

Faseprofil: Bezeichnung für ein Profilbrett, das durch Bearbeitung mit Hobel- und Fräsmaschine abgeschrägte Kanten erhalten hat.

   

Faserdämmplatte: auch poröse Holzfaserdämmplatte (HFD) bezeichnet. Die Fasern werden mit oder ohne Klebstoff vermischt und nur mit geringem Druck gepresst, so daß eine weiche, formbare Platte entsteht, die zur Schall- und Wärmedämmung eingesetzt wird.

   

Fasersättigungspunkt: Grenzwert, bei dem Holz eine maximale Menge an gebundenem Wasser enthält. Der Fasersättigungspunkt wird normalerweise bei einem Feuchtegehalt von 25 bis 30% erreicht.

   

Feder: an der Schmalseite vorstehende, aus dem Brett gefräste Leiste, die sich nahtlos in die Nut einfügt. Federn können jedoch auch Einzelleisten sein, durch die die Verbindung zwischen zwei genuteten Brettern hergestellt wird.

   

Feinjährigkeit: Wenn die Jahresringe eng und gleichmäßig beieinander liegen, spricht man von "feinjährigem Holz". Dieses ist qualitativ besonders hochwertig.

   

Fertigparkett: siehe Mehrschichtparkett.

   

Festmeter: 1 cbm Holzmasse ohne Zwischenräume

   

Fichte: Die Fichte ist in Mittel- und Südeuropa sowie in Nordamerika stark verbreitet. Das Fichtenholz hat eine gelblichweiße bis rötlichweiße Farbe und ist sehr harzig. Das Holz der Fichte gilt als wichtigstes Bauholz. Zudem wird es zur Papierherstellung und für Tischlerarbeiten verwendet.

   

Fladerfurniere: Fladerfurniere zeigen eine typische ovale Zeichnung, da sie tangential vom Baumstamm geschnitten werden.

   

Flüssiges Holz: Reparaturmasse aus Schleifstaub und Nitrozelluloselack, mit der Bearbeitungsfehler behoben oder kaschiert werden.

   

Folienummantelung: spezielle MDF-Platten werden mit einer Folie überzogen, so daß Flächen und Kanten "wie aus einem Stück" aussehen. Die Folien werden in verschiedenen Farben und Holznachbildungen angeboten. Die ummantelten Platten haben eine relativ gute Widerstandsfähigkeit.

   

Formatkreissäge: Tischkreissäge mit schwenkbarem Sägeblatt und Schiebeschlitten.

   

Framire: Framire gehört, wie das bekanntere Limba, der gleichen botanischen Gattung Terminalia an. Der Splint ist blaß gelblich und vom feuchten Kernholz kaum unterscheidbar. An Licht dunkelt das Holz goldgelb bis hellbraun nach. Framire ist gut zu leimen, zu schrauben und zu nageln und ergibt haltbare Verbindungen jeder Art. Aufgrund der guten Verarbeitseigenschaften und Witterungsfestigkeit, des vorteilhaften Stehvermögens und der eichenähnlichen Färbung ist Framire vielseitig einsetzbar. Im Außenbau wird das Holz für Fenster, Fensterläden, Tore, Türen, Zierschalungen und Verbretterungen sowie für Holzhäuser (Fertigbau) verwendet. Im Innenbau werden Treppenwangen, Stoßstufen, Rahmenkonstruktionen, Bekleidungen, Fußbodenleisten sowie Wand- und Deckenverkleidungen aus Framire hergestellt.

   

Friesenzaun: Zaun aus Holzlatten, die in dichtem Abstand vertikal und parallel zueinander auf die Querriegel aufgeschraubt oder genagelt sind. Die Latten sind oben abgerundet. Auch eine bogenförmige Anordnung und die weiße Lackierung sind typisch für Friesenzäune.

   

Frostleiste: durch Überwallung von Frostrissen verursachter Wuchsfehler, der den Nutzwert des Holzes vermindert.

   

Frühholz: Um im Frühjahr Blätter, Blüten und Früchte mit ausreichend Nährstoff zu versorgen, müssen die Holzzellen in dieser Jahreszeit besonders großporig und weich sein, man spricht dann von Frühholz. Zum Herbst hin nimmt die Saftzufuhr ab und die Holzzellen werden räumlich immer enger und härter.

   

FSC: Abkürzung für Forest Stewardship Council. Gütesiegel für Holz aus nachhaltiger Forstwirtschaft. Die in Mexiko beheimatete Organisation kontrolliert über 1.000 Verarbeitungsbetriebe und ist auch in Deutschland vertreten.

   

Fugendeckleiste: gehobeltes bzw. profilgehobeltes Holzteil zum Abdecken und Schutz von Fugen zwischen verschiedenen Materialien und Oberflächen.

   

Furnier: maschinell vom Stamm "gemesserte" Holzschicht (zumeist teurer, insbesondere tropischer Hölzer), die auf anderes, preiswerteres Massivholz oder Holzwerkstoffplatten geklebt und verpresst wird.

   

Furnierbild: Je nach Verarbeitung entstehen unterschiedliche Furnierbilder. Beim Einblattfurnier bedeckt das blumige Holzbild beispielsweise die gesamte Paneelfläche. Beim mittig gestürzten Furnier ergibt sich ein symmetrisches, blumiges Furnierbild. Beim fallenden Furnier werden blumige oder gestreifte Bilder erzeugt - oder beides gemischt.

   

Furniersperrholz: Besteht nur aus Furnieren, die miteinander verleimt sind (siehe auch "Sperrholz").


        
 

G

 

Gabun: siehe Okoume

   

Gartenholz: Allgemeine Bezeichnung für Holz, das witterungsbeständig ist und sich deshalb insbesondere für den Einsatz im Garten eignet. Gute Gartenhölzer sind:

  • Bangkirai/Iroko als harte, tropische Hölzer, die nicht behandelt zu werden brauchen, nahezu unverwüstlich und für alle Zwecke geeignet sind, insbesondere für die Beplankung von Terrassen


  • Rot-Zeder als robustes Holz für Sichtzäune, Bänke, Zaunanlagen, Pflanzkästen


  • Teak als "regenfestes" Holz insbesondere für Gartenmöbel


  • Lärche als wetterfestes, hartes, heimisches Gartenholz, das allerdings nicht in der Erde verbaut werden soll


  • Douglasie als hoch witterungsresistentes Gartenholz für Rankgitter, Sichtzäune usw., das aber keinen Erdkontakt haben sollte


  • Druckimprägnierte Kiefer als vielseitiges Holz für Zäune, Pfähle usw, das auch bei Erdkontakt lange haltbar ist


  • Massaranduba als extrem witterungsbeständiges Gartenholz, gut für Einbau in der Erde geeignet und wird nicht von Pilzen oder Schädlingen befallen.

   

Gespundetes Holz: Holzteil mit jeweils einer Nut- und einer Federverbindung.

   

Ginkgo oder Gingko: kein Nadel- und kein Laubbaum, sondern ein Fächerblattbaum, den es seit über 250 Millionen Jahren gibt. Der Gingko kam über Japan und China nach Europa, wo er seit dem 18. Jahrhundert kultiviert wird. Die Blattform sieht aus wie ein Entenfuß. Goethe widmete diesem Baum ein Gedicht. Das weiche Holz ist allenfalls als Blindholz verwertbar, jedoch werden aus den Gingkoblättern Arzneiextrakte gewonnen. Medikamente mit "Gingko biloba"-Inhaltsstoffen sind vielfach im Handel.

   

Gleichgewichtsfeuchte: Wassergehalt von Holz in Luft bei konstanter Temperatur und Luftfeuchte.

   

Grasbaum: extrem langsam wachsende australische Pflanze, die eigentlich ein Liliengewächs ist. Aus einem extrem kurzen Stamm wachsen grasartige Büschel, daher der Name. Aus Grasbaum-Wurzeln fertigen Drechsler kleine Schmuck- und Gebrauchsgegenstände.

   

Greenhart: südamerikanisches Hartholz, wird besonders für Rammpfähle eingesetzt.

   

Grenadill: auch als Afrikanisch Blackwood bekanntes Edelholz für die Anfertigung von Holzblasinstrumenten. Das Holz ist bräunlich-schwarz und wird mit Ebenholz verwechselt. Der Baum wird nur ca. 8 m hoch, der Stammdurchmesser beträgt höchstens 40 cm. Aus Grenadill werden z. B. Blockflöten für hohe Tonlagen und feine Drechslerarbeiten gefertigt.

   

grobjährig: schnell gewachsenes Holz mit breiten Jahresringen. Meist weiches Holz (Beispiel Pappel oder Weide).

   

Gummibaum: siehe Kautschukbaum


        
 

H

 

Hainbuche: Die Hain- oder Weißbuche ist das schwerste sowie härteste einheimische Holz. Das Holz ist über den ganzen Querschnitt gelblichweiß bis hellgrau und bei starkem Licht vergilbend, alte Stämme sind im Innern oft unregelmäßig bräunlich. Aufgrund eines überdurchschnittlich hohen Abnutzungswiederstandes wird die Hainbuche überwiegend als Vollholz in kleinen Abmessungen dort eingesetzt, wo hohe Festigkeitseigenschaften und eine dichte Oberfläche erforderlich sind: für gefräste, gedrechselte oder geschnitzte Möbelteile, Hocker, Stühle, Teile von Musikinstrumenten, wie Piano- und Klaviermechaniken, Hämmer, Hobelkästen und Hobelsohlen.

   

Halbpalisade: Holzpalisade, die senkrecht mittig durchsägt wurde und die dadurch eine flache und eine halbrunde Seite aufweist. Dadurch eignen sich Halbpalisaden für den Zaunbau wie für das Zusammenfügen zu Beetrollis.

   

Halbrundholz: wie der Name schon sagt, sind darunter halbrund gefräste Hölzer zu verstehen - meistens Zaunlatten.

   

Hartfaserplatte: nur etwa 3 bis 4,5 mm dicke Holzfaserplatte, die durch Verdichtung der zerfaserten Zellulosemasse im sog. Naßverfahren hergestellt wird. Die Platten sind mit glatten, genarbten sowie lackierten Oberflächen erhältlich.

   

Harzgallen: Harzeinschlüsse zwischen den Jahresringen bei Fichten, Kiefern und Douglasien.

   

HB: Abkürzung für "Holzhärte nach Brinell", siehe auch "Holzhärte"

   

Heizwert: Anzahl der Kalorien der bei völliger Verbrennung von Material je Mengeneinheit des Materials freiwerdenden Wärme.

   

Hemlock: Der Hemlock-Baum kommt nur in Nordamerika von Kalifornien bis Alaska und in den Rocky Mountains vor. Der 2 cm schmale Splint ist fast weis bis weiss-gelblich, das Kernholz ist gelbbraun mit einem leichten Rotstich. Hemlock läßt sich mit allen scharfen Werkzeugen gut bearbeiten, ist gut zu sägen, hobeln, schleifen und zu polieren. Leider ist das Holz nicht witterungsfest und läßt sich nur schwer imprägnieren. Hemlock findet als Bauholz für den mäßig beanspruchten Innenausbau und für Verkleidungen, als Blindholz für Leisten und für Verpackungen Verwendung.

   

HFD-Platte: siehe Faserdämmplatte

   

Hickory: Hickory wächst in Nordamerika und zwar im Südosten der Vereinigten Staaten. Das Kernholz ist hellbraun bis rötlichbraun (rotes Hickory), der Splint ist außergewöhnlich breit und gelblichweiß (weißes Hickory). Das Holz ist hart, vor allem sehr zäh, biegsam, stark schwindend und wenig dauerhaft im Freien. Es ist sehr schwierig zu bearbeiten und schlecht zu leimen, dafür läßt es sich aber gut polieren. Verwendung findet das Holz des Hickorybaums für Werkzeugstiele, Turn- und Sportgeräte, Sitzmöbel und vor allem als Spezialholz für Maschinen- und Wagenbau.

   

Hirnendenschutz: in die Stirnseiten von Schnittholz eingeschlagene Metallbänder, die ein Einreißen des Holzes bei der Trocknung verhindern sollen.

   

Hirnholz: Bezeichnung für Holz, das quer zur Stammachse bzw. zum Faserverlauf geschnitten wurde. Hirnholz wird z.B. als Holzpflaster im Außenbereich verwendet. Die deutlich sichtbaren Jahresringe sorgen für eine interessante Optik.

   

Hirnholzpflaster: siehe Holzpflaster.

   

Hobel: Dient zum glätten von Holz. Der Grundkörper besteht aus Holz, der eine Messerklinke aufnimmt. Dieses Werkzeug gibt es in verschiedensten Ausführung für die unterschiedlichsten Arbeiten. Man unterscheidet folgende Hobel: Grundhobel, Nuthobel, Profilhobel, Putzhobel, Schlichthobel, Wangenhobel, Zahnhobel, Hirnholzhobel, Doppelhobel, Raubank, Simshobel, Schrupphobel, Grathobel, Schiffhobel, Schabhobel und Reformputzhobel.

   

Hobeldiele: Hobeldielen sind seit Jahrhunderten ein bewährter Bodenbelag aus massivem Holz. Hobeldielen heutiger Produktion haben ein Nut-Feder-System und sog. Entlastungsnute. Die Brettstärke liegt - je nach Holzart und Dielenlänge - zwischen 20 und 33 mm, die Breiten beginnen ab 96 mm bis 280 mm. Üblich sind Breiten von 121 oder 146 mm. Die Längen liegen bei den meisten Holzarten fallend ab 2 m, jedoch werden Hobeldielen speziell aus Fichte oder Douglasie auch in Maßen bis ca. 5 m angeboten.

   

Hochkantlamellenparkett: senkrecht gestellte, den Abmessungen des Mosaikparkett entsprechende Holzlamellen. Diese Parkettart wird bevorzugt im gewerblichen Bereich eingesetzt und in Verlegeeinheiten verklebt.

   

Holländer: Bezeichnung für eine Variante der Klompen, bei denen der Holzschuh vorne hochgezogen und zugespitzt ist.

   

Holzbinder: Dach-Trägerelemente aus Vollholz oder aus Leimholz. Binder aus Vollholz kommen vor allem im Wohnungsbau zum Einsatz. Insbesondere Leimholzbinder sind statisch stark belastbar, sie überspannen auch große Weiten zum Beispiel in Sporthallen.

   

Holzblocktafel: Mehrschichtiges, wandähnliches Holzelement, das für den Wandaufbau von Holzhäusern, aber auch als Holzdecke eingesetzt wird.

   

Holzbriketts: Holzbriketts werden aus entrindeter Fichte hergestellt. Das Holz wird auf unter 6 % Restfeuchte getrocknet und dann unter hohem Druck zu brikettförmigen, handlichen Stücken gepresst. Der Heizwert übertrifft den des Kaminholzes, das eine Restfeuchte von etwa 18 % besitzt, bei weitem. Holzbriketts verbrennen sauber und verhindern weitgehend ein Verrußen der Kaminofenscheiben.

   

Holzfärbung: innerhalb einer Holzart kann die Färbung stark variieren. Das Kernholz ist meist dunkler als das Splintholz.

   

Holzfaserplatte: Sammelbegriff für Platten aus Holzwerkstoff (Fasern). Man unterscheidet zwischen Faserdämmplatten (HFD), Hartfaserplatten (HFH und KH) und MDF-Platten.

   

Holzfeuchte: Die Holzfeuchte gibt an, wieviel Wasser im Holz vorhanden ist. Errechnet wird die Holzfeuchte aus dem Unterschied zwischen Nass- und Darrgewicht (Trockengewicht). Angeben wird sie in Prozent (%). Bei frisch geschlagenem Holz beträgt die Feuchtigkeit zwischen 40% und 60%. Für die weitere Verwendung muß das Holz einer natürlichen oder technischen Trocknung unterzogen werden. Die Holzfeuchte sollte beim Einbau in etwa der Ausgleichsfeuchte entsprechen. Parkett sollte beispielsweise mit einer Holzfeuchte von 9% eingebaut, sichtbare Balken mit einer Holzfeuchte von 15% eingebaut werden. Bauschnittholz darf höchstens eine Feuchte von 20% besitzen, es sei denn, es wird in Konstruktionen eingesetzt, in denen es ungehindert nachtrocknen kann und deren Bauteile nicht empfindlich gegenüber den hierbei auftretenden Verformungen sind. In diesem Fall darf das Holz mit einer Holzfeuchte bis 30% eingebaut werden. Da Holz, wie erläutert, mit einer bestimmten Holzfeuchte verarbeitet werden muß, ist es wichtig, diese vorher genau zu bestimmen. Dies erfolgt mit dem Holzfeuchtemesser.

   

Holzfeuchtemesser: Mit einem Holzfeuchte-Messgerät wird die Holzfeuchte von Laminat, Balken, Furnieren, Fensterrahmen oder Waldholz ermittelt. Es gibt mehrere Methoden, die Holzfeuchte zu messen, die einen erfolgen zerstörungsfrei, die anderen sind mit Zerstörung verbunden. Beim zerstörungsfreien Messen muß man das spezifische Gewicht des zu untersuchenden Produkts eingeben. Das Gerät wird auf das Material aufgesetzt und mittels eines Sensors wird die absolute Feuchtigkeit ermittelt. Die Bedienung ist relativ einfach und die Ermittlung der Holzfeuchte geht schnell, doch es muß, wie gesagt, das spezifische Gewicht des Holzes bekannt sein. Am genauesten läßt sich die Holzfeuchte mit der Darrprobe ermitteln. Wie der Name bereits sagt, muß dabei eine Probe entnommen werden, das Verfahren ist nicht zerstörungsfrei. Auch mit Nadeln läßt sich die Holzfeuchte ermitteln. Zwei Messelektroden werden in das Holz eingetrieben. Nach dem Eintreiben wird von den Messgeräten sofort der ermittelte Messwert angezeigt. Gemessen wird dabei der elektrische Widerstand, der sich im Holz einstellt, bei einer bestimmten Feuchte und Holztemperatur. Ungleiche Feuchteverteilung im Meßgut, Klebstofffugen, Oberflächenbehandlungen oder schlechter Kontakt der Elektroden können zu Fehlmessungen führen.

   

Holzfliese: Bezeichnung für eine vorgefertige Rahmenkonstruktion, auf die schmale Bretter aufgeschraubt wurden. Holzdielen gibt es vor allem in quadratischen Maßen von 50 x 50 und 60 x 60 cm, aber auch andere Maße wie z.B. 60 x 120 cm werden angeboten. Holzfliesen können auf einer Unterkonstruktion oder einem verdichteten, ebenen Kiesbett zu einer Holzterrasse zusammengesetzt werden. Die Oberfläche der Bretter ist meistens geriffelt.

   

Holzhärte: Zur Bestimmung der Holzhärte wird in einem Meßgerät (siehe auch "Brinell") eine Stahlkugel von 10 mm Durchmesser mit 500 N bei langsam steigendem Druck in das Holz gedrückt. Aus dem mehr oder weniger großen Eindruck errechnet sich die Holzhärte oder Brinellhärte. Buche (34 N/mm²) und Eiche (34 - 41 N/mm²) gelten z.B. als harte Hölzer, Robinie oder einige tropische Hölzer als sehr harte Hölzer. Für die Parkettherstellung werden harte bis sehr harte Hölzer verwendet.

   

Holzhof: zentraler Ausformungs- und Verladeplatz in den Forstwirtschaftsbetrieben der ehemaligen DDR, die teilweise heute noch - zum Teil privatisiert - in Betrieb sind.

   

Holzhofholz: ausgeformtes Holz, das auf einem Holzhof zum Verkauf angeboten wird.

   

Holzinhaltsstoffe: Holzeigene Stoffe, im wesentlichen Fette, Öle, Wachse, Gerb- und Farbstoffe, die Aussehen und Geruch des Holzes bestimmen.

   

Holzingenieur: Umgangssprachliche Bezeichnung für Diplom-Ingenieure der Fachrichtungen Holztechnik und Holzbau. Holzingenieure sind bevorzugt auch im Holzingenieurbau tätig.

   

Holzingenieurbau: Der Holzingenieurbau unterscheidet sich vom Ingenieurbau dadurch, daß die für den Bau eines Gebäudes verwendeten Materialien, insbesondere die tragenden Bauteile, aus Holz sind, nicht zuletzt aus Leimholzbindern. Im Holzingenieurbau werden zum Teil riesige Gebäude errichtet, insbesondere in den skandinavischen Ländern, wo Flughäfen, Konzerthäuser, ja sogar Brücken errichtet worden sind, deren tragende und gestaltende Elemente aus Holz sind.

   

Holzlauge: Massivholzmöbel, insbesondere aber auch Hobeldielen oder Schlossdielen, erhalten durch die Behandlung mit einer Holzlauge, die herstellerseits leicht pigmentiert ist, eine hellere Optik. Für Laubhölzer bzw. Nadelhölzer werden Holzlaugen angeboten, die sich in der chemischen Zusammensetzung unterscheiden. Dementsprechend wird unterschieden zwischen Hartholzlauge und Weichholzlauge. Die wesentlichen Bestandteile einer Holzlauge sind natürlichen Ursprungs, der Hauptbestandteil ist sowieso Wasser. Holzlauge darf nur auf sehr sauberes, trockenes Holz aufgetragen werden - und zwar mit Nylonpinsel in Längsrichtung des Holzes. Dringend empfohlen wird von allen Herstellern, einen Probeanstrich zu machen. Nach dem Trocknen kann die Behandlung wiederholt werden, um einen noch höheren Bleicheffekt zu erzielen. Gelaugtes Holz kann bei mäßiger Beanspruchnung mit einer Holzseife nachbehandelt werden, bei stärkerer Beanspruchung ist das Auftragen eines Holzöls empfehlenswert.

   

Holznagel: zylindrischer Holzstab (meistens) aus Eiche, der bei Schlitzzapfenverbindungen in vorgebohrte Löcher getrieben wird und dort die Festigung der verbundenen Holzteile gewährleistet.

   

Holzöl: Holzöl dient der Behandlung von rohen oder gelaugten Laub- und Nadelhölzern und hat eine ähnliche Wirkung wie die Holzseife. Holzöl verleiht dem Holz eine seidige, pflegeleichte und strapazierfähige Oberfläche. Das Auftragen des Öls verlangt etwas Geschick. Nach der Einwirkzeit muß überflüssiges Öl mit einem Gummischieber abgezogen werden. Der noch feuchte Ölfilm muß mit einer handgeführten Poliermaschine (grünes Polierpad) poliert und die Fläche danach mit einem Lappen trocken gerieben werden.

   

Holzpalisade: Palisaden, ob rund, eckig, halbrund, gespitzt, gefast (gefaste Kante = abgeschrägt) oder als Beetrollis (mit Drähten zu Einheiten geheftet), bestehen aus heimischer Fichte oder nordischer Kiefer. Bei der geschälten Palisade bleibt die Stammform mit unterschiedlichen Durchmessern erhalten, wogegen bei der rundgefrästen und hobelglatten Palisade ein einheitlicher Durchmesser anzutreffen ist. Auf jeden Fall sollte bei der Holzpalisade auf das RAL-Gütezeichen geachtet werden, denn nur dieses garantiert eine korrekte Holzschutzbehandlung. Wegen des ständigen Erdkontaktes nach dem Einbau der Palisaden ist dieser Schutz unerlässlich. Im Fachhandel sind die gängigen Holzpalisadenlängen von 30 bis 400 Zentimetern zu erhalten.

   

Holzpaneele: Schmale, lange Profilhölzer für den Innenausbau. Die Paneele werden unterschieden in Massivholzpaneele, Echtholzpaneele und "Dekorpaneele.

   

Holzpellets: Aus Restholz gefertigte Stäbchen und Kügelchen für das alternative Beheizen von Häusern.

   

Holzpflaster: Holzpflaster bestehen aus imprägnierten Hölzern, die auf einem wasserdurchlässigen Untergrund ausgelegt und mit Splitt oder Sand ausgefugt werden. Gartenwege aus Holzpflaster haben eine warme Ausstrahlung, es gibt Pflaster aus Kantholz und Rundholz sowie in verschiedenen Größen und Durchmessern. Bei Nässe kann die Oberfläche von Holzpflastern rutschig werden. Die Versickerungsleistung beträgt etwa 50 Prozent.

   

Holzprüfgeräte: mit diesen Geräten wird z.B. ermittelt, ob Bäume von Moderfäule befallen sind oder ob Holzdichte und Festigkeit an totem oder lebendem Holz den Regeln entsprechen.

   

Holzscheit: Mit der Axt aus dem Holzstamm zerteilte Holzstücke für die Befeuerung von Kaminen und Kaminöfen. Siehe auch Kaminholz.

   

Holzschutz: Holzschutzmittelbehandlung von Holz zum Schutz gegen Holzfäule, Pilze und Insektenbefall.

   

Holzseife: Holzseife, von einigen Herstellern auch "Holzbodenseife" genannt, dient der Nachbehandlung von gelaugten Hölzern. Holzseife wird als flüssiges Konzentrat geliefert. Die Inhaltsstoffe sind fast ausschließlich natürlichen Ursprungs. Wesentlicher Bestandteil ist Pfanzenfett.

   

Holzverbinder: Holz muß im Baubereich immer mit Holz, Mauerwerk oder Beton verbunden werden. Holz an Holz zu nageln oder zu schrauben, ist die einfachste Form der Verbindung. Der Tischler und der Zimmermann kennen auch metallfreie Verbindungen, z.B. das Zapfen. Unter Holzverbindern werden landläufig jedoch Metallteile verstanden wie Winkel- und Lochplattenverbinder, Aufschraubhülsen, Balkenschuhe oder Sparren-Pfettenanker.

   

Holzwerkstoffe: Platten und Formteile, die aus verleimten, verklebten oder verpressten Holzlagen, Holzspänen oder Holzfasern bestehen.

   

Holzwolle-Platten: Holzwolle wird in Holzwollemaschinen aus Holzstämmen gehobelt, mit Zement oder Magnesit vermischt und zu Holzwolle-Platten verarbeitet. Sie werden sehr vielseitig für den Wärme-, den Schall- und den Brandschutz eingesetzt - und zwar im Innen- und Außenbereich, z. B. zur Fassadendämmung.

   

Honduras-Palisander: Palisanderart, die nach dem Artenschutzabkommen nicht mehr eingeschlagen und gehandelt werden darf. Das purpurbraune, von schwarzen Streifen durchzogene Holz gibt es nur noch vereinzelt in den Lagerbeständen der Holzblasinstrumentenbauer.

   

HPL-Laminat: HPL ist die Abkürzung für "High Pressure Laminat" und wird auch als Hochdrucklaminat bezeichnet. Anders als beim DPL-Laminat werden mehrere "Overlays" (Schutzschichten) mit dem Dekorpapier zu einer Einheit verschmolzen und anschließend unter hohem Druck auf die Trägerplatte gebracht. HPL-Laminate sind deshalb besonders widerstandsfähig.


        
 

I

 

Ilomba: Das im westlichen sowie im zentralen Afrika vorkommende Ilomba besitzt ein gelblich weiß bis blaß hellrosa Splint ohne Verkernung. Es ist ein mäßig leichtes Holz mit etwas niedrigeren Festigkeitseigenschaften als Limba, aber höheren als Okoume. Das trockene Holz ist gut zu hobeln, fräsen, bohren und zu schleifen. Aufgrund von Anfälligkeit gegen Pilzbefall im feuchten Zustand wird es nur im Innenbereich verwendet. Dort kommt es vorzugsweise für Leisten, außerdem für Bekleidungen und Blindholzkonstruktionen zum Einsatz. Als Starkfurnier werden aus dem Holz Zigarrenkisten und leichte Verpackungen hergestellt.

   

Imprägnierung: siehe Kesseldruckimprägnierung oder Vakuum-Ölimprägnierung

   

Ingenieurholz: Bezeichnung für Holz, das im sog. Ingenieurbau verwendet wird, also z.B. beim Bau von Sporthallen. Ingenieurholz ist ein Oberbegriff; Ingenieurhölzer sind z. B. Leimbinder, die für spezielle konstruktive Anforderungen hergestellt werden.

   

Innenfurniere: Furniere, die man auch innen an Möbelstücken sieht, Rückseiten von Platten, Schubkästen usw.; also weniger wertvolle und anspruchsvolle Furniere.

   

Instrumentenholz: Sammelbegriff für Holz, aus dem Musikinstrumente gebaut werden, siehe auch Klangholz.

   

Intarsie: Einlegearbeit in Holz, vor allem in die Furnierschicht von wertvollen Möbeln. Die in das Holz "eingelegten" Teile können ebenfalls aus Holz sein, aber auch aus anderen Materialien bestehen, z.B. aus Elfenbein, Schildpatt, Messing usw.

   

Iroko: ostafrikanisches, fein gemasertes Holz von brauner Farbe. Verwendet u.a. für den Bau von Holzblasinstrumenten.


        
 

J

 

Jägerzaun: siehe Scherenzaun.

   

Jahresring: sich jährlich im Baumstamm bildende Wachstumsschichten

   

Japansägen: traditionelle Sägen für Holzarbeiten, die nur auf Zug arbeiten (Zugsägen). Japansägen sind relativ teuer, die Sägeblätter aus Edelstahl haben unterschiedliche Formen.


        
 

K

 

Kämpfer: waagerechtes Querholz bei Fenstern mit Oberlicht, dient als waagerechter Anschlag für die Fensterflügel.

   

Kambala: Afrikanisches Tropenholz mit hellgelbem bis grauem Splint und grüngelbem bis olivbraunem Kern. Es ähnelt in der Farbe dem Teakholz und dunkelt mit der Zeit kräftig nach. Kambala oder auch Iroko ist ein mäßig hartes, festes und zähes Holz, das nur sehr wenig schwindet. Es ist witterungsfest und beständig gegen Pilz- und Insektenbefall. Kambala läßt sich zwar gut bearbeiten, doch mineralische Einlagerungen erschweren die spanende Bearbeitung. Das Holz wird im Außenbereich beispielsweise für Balkonverkleidungen, Fenster, Türen oder Gartenbänke verwendet. Im Innenbereich kommt das Holz bei Fuß- und Parkettböden sowie Furnieren zum Einsatz.

   

Kaminholz: Holzscheite von etwa 30 - 35 cm Länge aus mindestens zwei Jahre regensicher an der Luft getrocknetem Holz. Als Kaminholz eignen sich besonders Eiche, Buche und Birke sowie das Holz von Obstbäumen. Das Holz von Nadelbäumen ist nicht geeignet wegen Versottungsgefahr des Schornsteins und Funkenflug aufgrund des Harzgehaltes.

   

Kampferbaum: bis zu 30 m hoch werdender Baum aus China und Japan, der in Fernost wegen seines Wohlgeruchs zur Herstellung von Truhen, Schränken und Särgen verwendet wird. Das aus dem Holz destillierte ätherische Öl wird für medizinische Zwecke eingesetzt. Bekannt sind die heißen, mit Kampfer getränkten Tücher, die in Asien vor dem Essen zur Hand- und Gesichtsreinigung gereicht werden.

   

Kantenanleimmaschine: Maschine für die Beschichtung von Schmalflächen mit Holzanleimern, Kunststoffumleimern, PVC- und ABS-Kanten.

   

Kantholz: konstruktiv verwendbares, auf allen vier Seiten gehobeltes Holzteil mit rechteckigem Querschnitt, Höhe 4 cm, mit Seitenlänge von mindestens 6 cm, Breite zur Höhe 1:1 bis 1:3

   

Kautschukbaum: der Kautschukbaum hat mit dem "Gummibaum" aus unseren Wohnzimmern nichts zu schaffen. Der aus Brasilien stammende Kautschukbaum wird heute weltweit in tropischen Ländern in Plantagen angebaut. Durch Einschnitte in der Rinde wird der Kautschuk-Rohstoff gewonnen. Wird der Baum nach ca. 20 Jahren saftlos, eignet er sich hervorragend für die Möbelproduktion. 80 % der malaysischen Möbel werden z.B. aus dem Holz des "Gummibaums" hergestellt. Parkett aus diesem Holz ist inzwischen auch in Europa erhältlich.

   

Keloholz: Kelo ist die finnische Bezeichnung für dichtfaserige Föhren, die aus Altersgründen von selbst abgestorben und in der arktischen Zone natürlich getrocknet sind. Die Keloföhren werden meistens zufällig gefunden. Das rötliche Holz gilt als hochwertiges Bau- und Möbelholz. Im Handel wird es auch als "Antikholz" bezeichnet.

   

Kern: Zone des Baumes, die keinen Saft bzw. Wasser mehr führt.

   

Kerngeräuchert: siehe Räucherei

   

Kernholz: Das besonders widerstandsfähige und dauerhafte, dunklere Holz aus dem Innenteil eines Stammes (siehe auch "Splintholz").

   

Kernholzbäume: Sammelbegriff für Bäume, die überwiegend aus Kernholz bestehen, z. B. Eiche, Kirsche, Nußbaum sowie tropische Harthölzer.

   

Kesseldruckimprägnierung: Gelöste Salze werden mit sehr hohem Druck tief in das Holz gepresst, wodurch das Holz dauerhaft vor Fäulnis und Schädlingsbefall geschützt wird. Derart behandelte Kiefer kann auch in der Erde verbaut werden (siehe "Gartenholz").

   

Kiefer: Kiefern haben ein sehr großes Verbreitungsgebiet. Sie kommen in ganz Europa, Nordamerika, Nahost und in Ostasien vor. Kiefernholz hat im frischen Zustand eine gelbliche bis rötliche Farbe, wobei der breite Splint heller ist als der Kern. Nach kurzer Lagerung dunkelt das Kernholz aber stark nach. Das Holz ist außerdem sehr harzig und fettig. Kiefernholz ist gutes Bauholz und findet für Tischlerarbeiten, Fußböden, Türen etc. Verwendung.

   

Kirschbaum: Der europäische Kirschbaum ist in Mittel- und Südeuropa beheimatet. Das Furnier des Holzes ist feinporig, sehr gleichmäßig und mit typischem seidenmatten Glanz ausgestattet. Anfangs zart-rosa, erhält das Holz unter Lichteinfluß einen warmen Farbton. Das edle Holz kann problemlos gebeizt, mattiert und poliert werden und gilt im Stilmöbelbau zu den am häufigsten verarbeiteten Hölzern.

   

Klafter: Nicht mehr gebräuchliches Raummaß insbesondere für Brennholz, je nach Region drei bis vier Raummeter umfassend.

   

Klangholz: oft exotische, lange gelagerte und teure Spezialhölzer für den Bau der Klangkörper in Musikinstrumenten, siehe auch Instrumentenholz.

   

Klatschen: hat nichts mit Schwätzen zu tun, sondern ist als "Zimmermanns-Klatsch" ein historisches Ritual. Je nach Musik klatschen die Zimmerleute bei ihren Feiern auch heute noch beim "Doppelklatsch", "Sechser Klatsch" oder weiteren acht Klatschen in die eigenen Hände, in die Hände ihres Gegenübers, auf die Oberschenkel usw. Beim Klatsch zieht der Zimmermann zwar seine Weste aus, nimmt aber niemals seinen Hut ab.

   

Klebstoffdurchschlag: Leim, der beim Furnieren durchgeschlagen ist und der je nach Leimart mit unterschiedlichen Substanzen entfernt werden kann.

   

Klebstoffe: nur durch moderne Klebetechnik ist es möglich, aus dem überreichlich vorhandenen Restholz hochwertige Holzprodukte herzustellen. Je nach Anwendungszweck werden Polykondensationsklebstoffe (z.B. für Spanplatten), Dispersionsklebstoffe (z.B. für das Verkleben von Furnieren oder Dekorfolien) und Schmelzklebstoffe (z.B. für die Ummantelung von Paneelen oder Postforming-Platten mit Folien) eingesetzt. Ohne Schmelzklebstoffe wäre die moderne Serienmöbelproduktion nicht denkbar.

   

Klicklaminat: Grundsätzlich ist ein Laminat eine Platte, die aus einer Trägerplatte, z.B. einer MDF-Platte sowie einer Verschleißschicht, einer Gegenzugschicht und einer meist mit Holzdekoren bedruckten Dekorschicht besteht. Die Gegenzugschicht verhindert, daß sich die Platte verzieht, die Verschleißschicht - auch Overlay genannt - verhindert, daß die Dekorschicht beschädigt wird. Umgangssprachlich wird aber unter Laminat ein Fußbodenbelag verstanden, der häufig als Ersatz für das teurere Parkett eingesetzt wird. Laminatböden zeichnen sich durch eine hohe Beanspruchbarkeit aus, die in verschiedenen Beanspruchungsklassen klassifiziert ist. Heutzutage werden fast nur noch Laminatböden hergestellt, die eine leimlose Verlegung zulassen, meistens in Form eines Klicksystem, bei dem ein Paneel in das andere einrastet.

   

Klickparkett: ein Dreischichtparkett (siehe Mehrschichtparkett), das "schwimmend" verlegt werden kann und das nicht durch Nut und Feder, sondern durch "Klickverschlüsse" miteinander verbunden wird.

   

Klompen: das niederländische Wort für Holzschuhe, auch speziell am Niederrhein gebräuchlich. Klompen werden aus Pappel- oder Weidenholz geschnitzt und sind vorne abgerundet.

   

Königsholz: Besonders dekoratives Holz, das aus Sumatra und Brasilien eingeführt wird. Das Königsholz, oft auch Eisenholz genannt, besitzt eine hell- oder dunkelbraunrote Farbe mit fast schwarzen Adern. Das Holz ist sehr hart, fest und schwer, fast ohne Poren. Es lässt sich trotz seiner Härte gut bearbeiten, sauber drehen und auch messern. Gehobelte Flächen sind glatt und lassen sich gut leimen und polieren. Es wird in der Kunsttischlerei und Drechslerei, sowie in der Stock- und Bürstenfabrikation sehr geschätzt. Das dekorative Holz wird sehr gerne für den exklusiven Innenausbau und für Luxusmöbel verwendet.

   

Kombiplatten: Sie bestehen aus einem Vollholzkern und zwei dünnen Spanplatten-Deckschichten. Da sie ebenso glatt wie Spanplatten, aber leichter und stabiler sind, werden sie gern für Fachböden und Wandborde eingesetzt.

   

Kondroti: Tropenholz, das man vor allem in Westafrika findet. Der Splint ist weiß bis rotlichgrau, später gelblichbraun verfärbend. Das Kernholz ist im frischen Zustand rosa bis hellrötlichbraun. Das trockene Holz dunkelt rotbraun nach und sich hebt sich deutlich vom Splint ab. Kondroti ist ein mäßig leichtes Holz mit Festigkeitseigenschaften, die denen des Okoume weitgehend entsprechen. Kondroti ist wegen seiner guten Schälfähigkeit besonders für die Herstellung von gezogenen Decks und Platten geeignet. Wegen der leichten Bearbeitung ist auch eine Verwendung als Vollholz im Innenbau möglich, so vor allem für Leisten, Bekleidungen,leichte Rahmenkonstruktionen und Blindhölzer sowie für Zierverpackungen, wie Kästen und Schachteln.

   

Konstruktionsvollholz: Konstruktionsvollholz (KVH) ist die Bezeichnung für ein nach Tragfähigkeit, Holzfeuchte, Einschnittart und Maßhaltigkeit sortiertes, besonders hochwertiges Bauholz aus einheimischer Fichte, Tanne, Lärche oder Kiefer.

   

Konstruktiver Holzschutz: Bauliche Maßnahmen, um Holz insbesondere im Außenbereich nicht unnötiger Witterungsbelastung, insbesondere durch Regen, auszusetzen. Dazu zählt z.B. ein weit überragendes Dach, welches eine Holzfassade vor Niederschlag schützt.

   

Kopfweide: typische Weide vom Niederrhein. Der Stamm wird nur etwa 2,5 m hoch, statt einer Krone trägt der Stamm "struwelpeterartige" Reiser, die jedes Jahr heruntergeschnitten werden müssen. Aus den biegsamen Reisern und Zweigen werden Weidenkörbe geflochten.

   

Koromandelholz: Ebenholzart von der Koromandelküste, der Halbinsel in Südindien. Diese Ebenholzart ist nicht gleichmäßig schwarz, sondern kann auch braun sein. Typisch die grauen und braunen Flecken. Das Holz wurde in den zurückliegenden Jahrhunderten u. a. zur Anfertigung kleiner Kassettenschränke verwendet.

   

Kosipo: Kosipo ist mit den ebenfalls afrikanischen Holzarten Sapeli und Sipo botanisch nahe verwandt und kann farblich sowie strukturell diesen Hölzern teils entsprechen. Der Splint ist grau bis hellbraun, das Kernholz ist scharf abgesetzt, rotbraun und tief violettbraun nachdunkelnd. Kosipo ist hauptsächlich ein Furnierholz, das durch große Durchmesser, die satte Färbung und durch stark sowie gleichmäßig ausgebildete Glanzstreifen besonders für die Erzeugung von Quartiers geeignet ist. Diese Deckfurniere sind wegen ihrer Gleichartigkeit besonders für eine effektvolle, großflächige Verwendung geeignet, wie zum Beispiel für Türendecks, Einbaumöbel, Trennwände, Dekorationsflächen und Vertäfelungen aller Art.

   

Koto: Koto ist ein mäßig schweres, afrikanisches Holz, das in seiner hellen Naturfärbung - oder durch Dämpfen gebräunt - im Möbelbau und bei der Gestaltung von Innenräumen vielfältig eingesetzt wird. Man findet es im tropischen West- und Zentralafrika. Das Sägen, Hobeln, Fräsen, Bohren Messern und Schälen bereiten keine Schwierigkeiten. Bei mineralischen Einlagerungen kann jedoch ein Stumpfen der Werkzeuge die Bearbeitung erschweren. Der Einsatz in Feuchträumen oder im Außenbau ist wegen Verfärbungen und der Zerstörung durch Pilze nicht möglich.

   

Krauter: Zunftbegriff der fahrenden Zimmergesellen für "Meister". In Zunftliedern ist häufig von Krautern die Rede - daher auch das Sprichwort vom "kleinen Krauter".

   

Kreuzbalken: sie bestehen aus vier viertelholzähnlichen, faserparallel miteinander verklebten Segmenten aus Nadelholz. Dabei wird die Außenseite des Rundholzes nach innen gelegt, so daß nach dem Verkleben beim Sägen des Rechteckquerschnitts über die gesamte Balkenlänge eine Röhre entsteht.

   

Kreuzzaun: siehe Scherenzaun.

   

Kricketweide: Silberweiden-Art aus England, so genannt, weil aus ihrem weichen Holz Kricketschläger gefertigt werden. Durch das Holz wird der Aufprall des mit hoher Geschwindigkeit fliegenden Balls gedämpft.

   

Krummschäftig: Bezeichnung aus der Holzwirtschaft für Säbelwuchs, Wellenwuchs oder Schraubenwuchs bei Bäumen.

   

Küchenarbeitsplatten: siehe Arbeitsplatten.

   

Küfer: Küfer sind Handwerker, die Fässer aus Eichenholz herstellen. Die Fässer wurden früher auch zur Einlagerung z.B. von gesalzenen Heringen und Bier benötigt, dienen heute jedoch fast nur noch für die Lagerung von Wein, Weinbrand, Cognac und dergleichen. Das Küferhandwerk wird immer noch - wenn auch selten - ausgeübt. Das vom Küfer verwendete Holz bezeichnet der Fachmann als Dauben.

   

Kurzholz: Sortierbezeichnung für Holz mit oder ohne Rinde. Die üblichen Kurzholzlängen liegen zwischen einem und drei Metern.

   

KVH: Siehe Konstruktionsvollholz


        
 

L

 

Längsschnitt: Schnitt parallel zur Baumstammachse oder längs der Faserrichtung.

   

Lärche: Die Lärche ist in Europa beheimatet. Lärchenholz hat einen rötlichbraunen, stark nachdunkelnden Kern und einen gelblich weißen Splint. Der farbliche Unterschied zwischen Früh- und Spätholz ist vor allem im Kern auffallend groß, wodurch das Holz eine sehr lebhafte Zeichnung erhält. Lärchenholz ist noch dichter, härter, zäher, harzreicher und witterungsbeständiger als Kiefernholz und eignet sich besonders für Außenarbeiten, z.B. für den Schiffs- und Brückenbau.

   

Lamellenwand: eine Wand aus massiven Brettern, die so aufgebaut ist, daß im Innern zahlreiche Hohlräume entstehen. Dadurch wird eine gute Wärmedämmung bei gleichzeitiger hoher statischer Belastbarkeit erzielt.

   

Lamelliertes Holz: mehrlagige, miteinander verleimte Bretter, aus denen z.B. "lamellierte Blockbohlen" gemacht werden.

   

Laminat: Grundsätzlich ist ein Laminat eine Platte, die aus einer Trägerplatte, z.B. einer MDF-Platte sowie einer Verschleißschicht, einer Gegenzugschicht und einer meist mit Holzdekoren bedruckten Dekorschicht besteht. Die Gegenzugschicht verhindert, daß sich die Platte verzieht, die Verschleißschicht - auch Overlay genannt - verhindert, daß die Dekorschicht beschädigt wird. Umgangssprachlich wird aber unter Laminat ein Fußbodenbelag verstanden, der häufig als Ersatz für das teurere Parkett eingesetzt wird. Laminatböden zeichnen sich durch eine hohe Beanspruchbarkeit aus, die in verschiedenen Beanspruchungsklassen klassifiziert ist. Heutzutage werden fast nur noch Laminatböden hergestellt, die eine leimlose Verlegung zulassen, meistens in Form von Klicklaminat, bei dem ein Paneel in das andere einrastet. Der Name Laminat leitet sich ab von dem Verb "laminieren". Bücher, Dokumente, Landkarten und dergleichen werden vielfach laminiert, also mit einem Schutzüberzug versehen.

   

Lamparkett: siehe Massivparkett.

   

Landhausdiele: besonders beliebte Form des Mehrschicht- oder Fertigparketts.

   

Landhausprofil: Bezeichnung für ein Profilbrett, das durch Bearbeitung mit Hobel- und Fräsmaschine zierleistenähnliche Einkerbungen erhalten hat.

   

Langfurniere: parallel zur Stammachse geschnittene Furniere.

   

Langholz: Holz mit der generellen Mindestlänge von drei Metern. Dieses Maß wird aber auch unterschritten, denn bei Güteklasse A beträgt diese mindestens zwei Meter.

   

Latte: Regelquerschnitte 2.4/4.8 - 3/5 und 4/6 cm, Querschnitte nicht größer als 32 qcm und einer Breite bis 80 mm.

   

Lattenzaun: einfachste Form eines Zaun. Mindestens zwei Querlatten werden auf die Trägerbalken genagelt.

   

Lattung: äußerer Teil einer Unterkonstruktion, an der z.B. eine Dachdeckung oder die Holzverkleidung einer Fassade eingehängt bzw. befestigt wird.

   

Laubholz: Holz von laubtragenden Bäumen.

   

Leatherwood Tree: der "Lederblattbaum" (eucryphia lucid) wächst in Tasmanien, wird 10 bis 15 m hoch (in Ausnahmefällen auch 30 m) und kann bis 250 Jahre alt werden. Seinen Namen verdankt der Baum seinen lederartigen Blättern. Das Wichtigste aber: Der Baum treibt im tasmanischen Frühjahr tausende weiße Blüten aus, aus denen der reinste und teuerste Bienenhonig der Welt gewonnen wird. Das Holz wird deshalb nur selten eingeschlagen. Wenn, dann werden daraus Intarsienarbeiten und einzelne Möbelstücke gefertigt.

   

Lebensbaum: oder Thuja, in Asien und in Nordamerika in zahlreichen Varietäten vorkommender immergrüner Baum aus der Familie der Zypressengewächse, der kegelförmig wächst und in freier Natur bis 20 m hoch werden kann, sich jedoch nicht als Bauholz eignet. Die in Deutschland angebotenen Sorten werden vorwiegend als Heckenpflanzen eingesetzt.

   

Leimholzbinder: Der Leimholzbinder ist die statisch besonders trag- und biegefeste Variante des Holzbinders. Leimholzbinder werden im Leimholzbau eingesetzt, um große Dachkonstruktionen mit Breiten von 20, 30 und mehr Metern zu tragen. Im spezialisierten Holzhandel sind Leimholzbinder bis zu Stärken von 20 x 44 cm und Längen bis 16 m ab Lager lieferbar, größere Formate werden eigens angefertigt.

   

Leimholzplatten: Massivholzplatten aus einzelnen, miteinander verleimten Holzlamellen. Gut geeignet für den Möbelbau.

   

Leiste: 12-38 mm starkes und 25-63 mm breites Holzteil.

   

Limba: Limba wächst in West- und Zentralafrika. Splint und Kern sind hellgelb oder der Kern ist dunkelbraun bis olivgrau, wobei das Holz noch nachdunkelt. Es ist kurzfaserig und besitzt eine seidigglänzende Oberfläche. Das mäßig harte, feste und elastische Holz läßt sich leicht messern und schälen. Es besitzt ein gutes Stehvermögen, schwindet nur mäßig und ist besonders gut zu beizen. Da es nicht witterungsfest und nicht beständig gegen Pilz- und Insektenbefall ist, wird es hauptsächlich für den Innenausbau, Sperrholz und Furniere verwendet. Weitere Bezeichnungen für Limba sind Afara, Fraké, Akom oder Ofram.

   

Limousineiche: edle Cognacs und wertvolle Rotweine werden in Barriques aus Limousineiche gelagert, dadurch verbessert sich die Farbe und gewinnt einen Mahagoni-Schimmer. Die Limousineiche hat ihren Namen von der Region Limousin in Zentralfrankreich, die von dichten Wäldern durchzogen ist. Bekannteste Stadt im Limousin ist die Porzellanstadt Limoges.


        
 

M

 

Macoré: Der Macoré-Baum wird auch afrikanischer Birnbaum genannt und ist in Westafrika, Oberguineaküste, Sierra Leone und Kamerun verbreitet. Das Kernholz ist hellrot und bräunt mit der Zeit nach. Macoré ist ein typisch massives und furniertes Ausstattungsholz. Verwendet wird Macoré als Konstruktionsholz für Innen und Außen, als Parkett, für Treppen und als Furniere für Möbelinnenteile und Türen.

   

Mahagoni: Mahagoni wächst in den Regenwäldern Westafrikas, der Elfenbeinküste und in Südamerika. Charakteristisch für Mahagoni ist das meist schlicht strukturierte Holz. Der Splint ist gelblich grau bis rosagrau und das Kernholz ist frisch blaß rosa bis hell rötlich braun. Mahagoni ist eine sehr vielseitig einsetzbare Holzart. Neben seinem Namen als elegantes Holz für Stilmöbel wird Mahagoni für stilvolle Innenausbauten, Kunsttischlerarbeiten und exklusiven Bootsbau verwendet.

   

Makassar: Makassar gehört zur Gruppe der Ebenhölzer und ist vorwiegend auf der Insel Celébes, Indonesien und manchmal auf den Molukken zu finden. Ausgesprochen attraktiv schwarz-rot gestreifte Furniere und die glänzende dekorative Zeichnung sind charakteristisch für das seltene Holz, was sich gut hobeln, schnitzen und polieren läßt. Das Holz eignet sich für feine Möbel, Musikinstrumente und Kunsttischlereien.

   

Mansonia: Holz aus Westafrika (Elfenbeinküste, Gahna, Togo und südliches Kamerun) mit einem weißgrauen Splint und einem graubraunem Kern. Mansonia ist mäßig hart, mäßig fest, mäßig schwindend und sehr elastisch. Das Stehvermögen des Holzes ist ebenfalls nur mäßig und es können sich Risse bilden. Die Oberflächenbehandlung von Mansonia ist dagegen gut und darüber hinaus ist es witterungsfest und beständig gegen Pilz- und Insektenbefall. In der Hauptsache verwendet man das Holz im Innenausbau und für Möbel. Einsatzgebiete sind beispielsweise Parkett, Furniere und Sitzmöbel aber auch Billardstöcke oder Bürstendeckel werden aus Mansonia gefertigt. In Europa dient Mansonia vorwiegend als Nussbaumersatz, wobei das Holz härter und fester als Nußbaum ist.

   

Mapa: Abkürzung im Holz- und Furniergeschäft für "Maser-Pappel" (siehe "Maser")

   

Maserfurniere: Vorwiegend zu dekorativen Zwecken werden Maserfurniere eingesetzt, die aus Wurzelknollen oder Stammstücken mit unregelmäßigem Wuchs hergestellt werden. Man unterscheidet generell Maserwuchs über der Erde (Rüster, Esche, Eiche) und Wurzelmaserwuchs, der an der Wurzel unterirdisch gebildet wird (kalif. Nußbaum, Madrona, Vavona, Myrt).

   

Maserknollen: knollenartige Wucherungen am Stamm. Maserknollen können jedoch hoch interessante Maserungen ergeben. Sie werden deshalb gern für dekorative Drechslerarbeiten verwendet.

   

Maserung: Entsteht durch die Struktur des Holzes beim Wuchs sowie durch Farbdifferenzierungen. Die Maserung (Fachbegriff: Textur) verleiht dem Holz die wohnliche, dekorative und unverwechselbare Optik.

   

Massaranduba: Tropenholz, das vorwiegend im Amazonasgebiet vorkommt. Das Holz ist fleischrot, dunkelt aber nach (deshalb auch der Name: Pferdefleisch-
holz). Massaranduba ist hart und damit ein sehr gutes Konstruktionsholz; es ist auch extrem witterungsbeständig, gut für den Einbau in der Erde geeignet und wird nicht von Pilzen oder Schädlingen befallen. Wird deshalb gerne als "Gartenholz " eingesetzt, z.B. für die Terrassenbeplankung, aber auch für den Brückenbau und Musikinstrumente. Das Holz schwindet stark und trocknet langsam bei Neigung zu Rissbildung. Es lässt sich gut sägen, schleifen, hobeln und polieren.

   

Maßhaltig: Holzbauteile, bei denen sich die vorgegebenen Dimensionen unter Witterungseinfluß nicht nennenswert ändern dürfen.

   

Massivholz: Fachbezeichnung für massives Holz in seiner gewachsenen, natürlichen Struktur. Vollholz wird zu Brettern, Bohlen, Balken, Leisten, Pfählen, Masten usw. gesägt bzw. verarbeitet.

   

Massivholzpaneele: Holzpaneel aus massivem Holz im Gegensatz zu Echtholzpaneel und Dekorpaneel.

   

Massivparkett: wird in 10 mm Stärke angeboten und ist speziell für Renovierungsarbeiten gedacht. Die Stäbe haben glatte Kanten und sind dünner, schmaler und kürzer als Stabparkett. Massivparkett wird aufgeklebt.

   

Mast: in vielen ländlichen Gegenden sind hölzerne "Telefonmasten" ein gewohnter Anblick. Maste für die Telekom oder Energieversorger müssen verschiedene Kriterien erfüllen, dazu zählen u.a. gerader Wuchs, keine starken Äste und Astquirle, kein geharztes oder gefrorenes Holz. Als Maste geeignet sind alle einheimischen Nadelhölzer, vielfach verarbeitet werden aber auch Kiefern aus Skandinavien und Estland. Maste werden alle imprägniert, und zwar je nach Holzart mit Teeröl oder mit Salzlösungen, wodurch sie 30 Jahre haltbar werden. Die Telekom setzt Maste mit einem Durchmesser zwischen 13 und 16 cm und einer Länge bis 8 m.

   

MDF-Platten: Mitteldichte Faserplatten sind mit Leim gebundene Platten aus fein zerfasertem Holz. Sie sind besonders leicht und angenehm zu verarbeiten.

   

Mehrschichtparkett: in Deutschland als "Fertigparkett" bekannt. Aus zwei oder drei Schichten bestehende Parkettart, bei der die Nutzschicht aus mindestens 2 mm starkem Vollholz bestehen muß. Die Mittellage und die Gegenzugschicht können aus Holzwerkstoff oder anderen Materialien bestehen. Das dreischichtige Parkett ist besonders formstabil und kann geklebt oder "schwimmend" verlegt werden. Elemente aus zwei Schichten müssen verklebt werden.

   

Mehrseiten-Hobelmaschine: Profimaschine zur mehrseitigen Bearbeitung von Brettern, Leisten und Kanthölzern.

   

Melaminharz: insbesondere Spanplatten werden mit Melaminharz beschichtet, um sie als dekorative Korpusplatten im Ladenbau, für Büro- und Wohnmöbel und dergleichen einsetzen zu können. Melaminharzbeschichtete Platten sind in zahlreichen Farben erhältlich.

   

Melawis in Malaya: siehe Ramin

   

Merbau: Die natürliche Verbreitung der Holzart Merbau erstreckt sich über den ostasiatischen Raum und die Pazifikinseln zwischen Amerika, den Philippinen und Australien. Merbau ist ein grob strukturiertes Holz mit wenigen, sehr großen zerstreuten Poren. Die dekorative Holzart zeichnet sich durch eine rotbraune Färbung und einen natürlichen Glanz aus. Ein gutes Stehvermögen ermöglicht dieser festen, harten Holzart eine optimale Verwendung im Fußbodenbereich.

   

Messerfurniere: Werden mit einer Furnier-Messermaschine hergestellt. Eine sehr preisgünstige Herstellungsmethode, da fast kein Abfall entsteht. Da das Holz jedoch vorgeweicht werden muß, sind häufig Farbveränderungen des Holzes zu beobachten. Zudem entstehen häufig an der Unterseite des Furniers. Typische Messerfurniere sind Streifenfurniere und Fladerfurniere.

   

Moabi: Dieses Westafrikanische Holz zählt zu den härtesten Nutzhölzern und ist besonders als Konstruktionsholz im Außenbau einsetzbar. Der Splint ist blaß gelblich bis rosagrau und das Kernholz ist hellrot bis violett­ braun und überwiegend rotbraun nachdunkelnd. Das Vollholz ist als stark beanspruchbares Bauholz im Außenbereich einsetzbar, für schwer belastbare Bettungen, Rampen, Schwellen, Waggon- und Schwerlastböden sowie im Hafenbau und für Teile von Bohrinseln. Auch für Treppen, Tür- und Fensterrahmen sowie Parkett, Klanghölzer der Xylophone, Trommelstöcke und Bögen von Streichinstrumenten wird Moabi verwendet. Furniere finden ihren Einsatz bei Industriesperrholz und Bootsbauplatten, deutlich strukturierte Hölzer für Möbelfurniere und Vertäfelungen.

   

Model: ursprünglich Werkzeug der Bäcker, heute mehr ein Deko-Gegenstand aus Ahorn oder Birnbaum. Das Model besteht aus einem glatt gehobelten kleinen Brett, in das figürliche Vertiefungen geschnitzt worden sind. Die Vertiefungen werden mit Teig ausgefüllt - und so entstehen Backwaren mit den verschiedensten Mustern.

   

Molle: aus Holz gehauene bzw. geschnitzte Schale. Daher auch der Familienname "Mollenhauer".

   

Mondphasenholz: Besonders hochwertiges Holz, das insbesondere in Skandinavien im Winter zur Zeit der Saftruhe in der letzten Woche vor Neumond geerntet wird.

   

Mondring: Splintholzring im Kernholz - meist bei Eichen. Mondringe werden durch Wuchsfehler verursacht.

   

Mosaikparkett: besteht aus einzelnen Vollholzlamellen, die als Verlegeeinheiten durch eine Klebenetz auf der Unterseite zusammen gehalten werden. Häufigstes Muster ist der Würfel.

   

Mottel: siehe Riegel.

   

Movingui: Movingui findet man zumeist in den westafrikanischen Ländern von der Elfenbeinküste bis Nigeria. Der Splint des Holzes ist hell gelblich grau und das Kernholz ist blaß bis zitronengelb. Movingui ist ein mäßig schweres Holz, das problemlos mit Klarlacken, Lasuren, Polituren und Wachsen behandelt werden kann. Verwendung findet das Holz sowohl im Außen- als auch im Innenbereich für Möbel, Vertäfelungen oder Türblätter.

   

Münsterländer: Klompen münsterländischer Art, also mit Lederkissen und Lederbesatz.

   

Muiracatiara: Tropenholz aus Mittelamerika und nördlichem Südamerika. Das Kernholz hat nach dem Schnitt eine hellbraune birnbaumähnliche Grundfarbe. Unter Lichteinwirkung dunkelt es deutlich ins rehbraun-rotbraune nach. Auffällig sind ist die streifige Zeichnung, die das Holz unverwechselbar machen (wird daher u.a. auch als "Tigerwood" oder "Zebrawood" bezeichnet). Das Holz lässt sich gut sägen, schleifen, hobeln und drechseln und ist auch für den Gartenbereich geeignet. Ansonsten findet es Verwendung für Parkett, Möbel, Furnier, Türen, Fensterrahmen, Musikinstrumente, Werkzeuggriffe und Holzkunst.

   

Multiplexplatten: Die "Jumbos" unter den Sperrhölzern bestehen aus vielen miteinander verleimten Furnierlagen gleicher Dicke. Aufgrund ihrer Festigkeitseigenschaften sind sie ideal für Werkbänke und andere Bauteile mit hoher Belastung.

   

Musikholz: andere Bezeichnung für Tonholz.


        
 

N

 

Nachgeschnittenes Holz: nach dem Trocknungsprozeß nochmals geschnittenes Holz

   

Nachhaltige Forstwirtschaft: auch: nachhaltige Waldbewirtschaftung. Darunter sind verschiedene Maßnahmen zu verstehen, trotz "Ernten" von Bäumen den Wald in seiner Substanz und für spätere Holzernten zu erhalten. Dazu gehört u.a., daß große Stämme so geschlagen werden, daß kleinere Licht bekommen und nachwachsen können. Dazu gehört auch, daß die gefällten Bäume so aus dem Wald geschafft werden, daß Jungbäume nicht beschädigt werden. In der deutschen Forstwirtschaft ist die Nachhaltigkeit gang und gebe.

   

Nadelholz: Holz von Nadelbäumen, insbesondere von Fichte und Kiefer.

   

Nagelbrettbinder: genagelte Holzbinder aus Brettern, Bohlen oder Kanthölzern.

   

Nagelplatten: Metall-Holzverbinder mit spitzen Dornen. Diese werden in die zu verbindenden Holzteile genagelt und halten aufgrund ihrer Konstruktion die Holzteile "bombenfest" zusammen.

   

Nagelplattenbinder: spezielle Binder für den Zusammenbau mittels Nagelplatten.

   

Nenngröße: Abmessung zur Angabe der geplanten Größe eines Bauteiles oder eines Gebäudeteiles

   

Neuschwelle: Aufgrund der gesundheitlich bedenklichen Behandlung von Eisenbahnschwellen mit speziellen Mitteln hat die Holzindustrie inzwischen sägerauhe Balken in den Handel gebracht, die als Neuschwellen bezeichnet werden und ein Standardmaß von 12 x 14 x 250 cm haben. Neuschwellen werden aus nordischer Kiefer gesägt und sind durch ihre Kesseldruckimprägnierung gut für den Einbau ins Erdreich geeignet, erreichen aber naturgemäß nicht die Stabilität und Verrottungsfestigkeit der alten Eisenbahnschwellen aus Eiche oder Buche.

   

Niangon: Matt glänzendes westafrikanisches Laubholz mit einer braunrosa bis braunroter Farbe. Das Holz ist fest, mäßig schwindend und ziemlich witterungsfest. Es läßt sich leicht sägen und verarbeiten sowie gut verleimen. Es wird verwendet als Bau- und Konstruktionsholz, zum Drechseln, als Rahmenholz für Fenster- und Türenbau, für Parkett, Leisten, Möbel, und Treppen sowie als Furnierholz.

   

Nichtmaßhaltig: Holzbauteile, bei denen sich die vorgegebenen Dimensionen unter Witterungseinfluß ändern dürfen.

   

Nußbaum (amerikanisch): Den Nußbaum findet man in den Laubwäldern der östlichen und mittleren USA. Feinblumige Zeichnung oder auch gestreifte Textur machen den Nußbaum zu einem geschmeidig-eleganten Holz. Die Farbe variiert von graubraunen bis rötlich braunen Farbtönen. Nußbaum wird vor allem für hochwertige Stilmöbel verwendet, z.B. für Möbel im Rokoko- und Barockstil.

   

Nußbaum (europäisch): Den europäischen Nußbaum findet man vorwiegend im wärmeren West- und Mitteleuropa bis zu den Mittel- und Schwarzmeerländern. Er hat teils einen breiten hellgrauen Splint von 3 bis 7 cm, der beim Dämpfen nachdunkelt. Das Kernholz ist mattbraun bis schwarzbraun. Franz. Nußbaum läßt sich leicht sägen, hobeln, fräsen, drechseln, schnitzen, nageln und bohren, ist jedoch schwer spaltbar. Hervorragendes Ausstattungsholz für den gesamten Innenausbau und wertvolle Möbel, Täfelungen, Parkett, Sitzmöbel, Drechselarbeiten.

   

Nut: mit einer Fräse in Holzbretter eingearbeitete Vertiefung, die zusammen mit der Feder des entsprechenden Gegenstücks zu einer Holzverbindung zusammengefügt wird.

   

Nut-Nut-Paneele: Wie der Name schon sagt, weisen diese Paneele keine festen Federn auf. Vielmehr erfolgt die Verbindung durch lose Federn, die zwischen die Nute geschoben bzw. gedrückt werden. Hier hält der Fachhandel Federn unterschiedlichster Art bereit: Farb-, Dekor-, Spiegel- oder Gestaltungsfedern. Mit Farbfedern lassen sich vor allem helle Verbretterungen wirkungsvoll auflockern. Birke- oder Esche-Paneele unter der Decke können durch blaue Federn tolle Wirkungen erzielen. Genauso läßt sich z.B. eine hochherrschaftliche Optik erzielen, wenn zwischen dunkle Mahagoni-Paneele Federn mit goldenem Metalleffekt geschoben werden. Das Foto des Herstellers Terhürne zeigt die Funktionsweise der Nut-Nut-Paneele.

   

Nutverbindung: siehe gespundetes Holz


        
 

O

 

Oberflächenschutz: Beschichtung einer Oberfläche durch unterschiedliche Materialien. Bei Holz wird damit eine Holzschutzmittelwirkung nur an der Oberfläche bezeichnet im Gegensatz zum Randschutz oder Tiefenschutz.

   

Offenporig: Offenporige Holzlasuren verschließen die Holzporen nicht. Diese Anstriche sind wasserdampfdurchlässig, der Feuchtehaushalt des Holzes bleibt funktionsfähig. Nur für nichtmaßhaltige Bauteile verwenden.

   

Okoume: Okoume ist eine afrikanische Laubholzart, auch Gabun genannt. Die Holzfarbe ist graurosa und dunkelt nach. Das Kernholz zeigt ein helles Rosa, das unter Sonneneinstrahlung zu rosabraun reift. Okoume ist ein weiches, wenig festes Holz, das gelegentlich leicht filzig ist. Es schwindet wenig und besitzt ein gutes Stehvermögen. Das Holz ist nicht witterungsfest und im frischen Zustand nicht beständig gegen Pilz- und Insektenbefall. Okoume wird für Sperrholz, Furnier und für den Möbelbau eingesetzt.

   

Ölbaum: siehe Olivenbaum.

   

Öle: synthetisch oder aus natürlichen Rohstoffen hergestellte Emulsionen, die tief in das Holz einziehen und eine Imprägnierung bewirken.

   

Olivenbaum: der Oliven- oder Ölbaum ist ein wahrhaft biblischer Baum, denn Jesus zog mit einem Ölzweig in Jerusalem ein. Olivenbäume können mehrere hundert Jahre alt werden, aus den Früchten wird das seit Jahrtausenden begehrte Olivenöl gepresst. Das attraktiv gemaserte Holz wird von Drechslern und Kunsthandwerkern zu Schalen, Schmuck und dergleichen verarbeitet.

   

Opepe: siehe Bilinga.

   

OSB-Platten: Platten mit ausgerichteten Flachspänen, die in drei Schichten aufgeschüttet, mit Wachs und Phenolharz ummantelt und unter Druck und Wärme zu einer Platte verpresst werden. OSB (Oriented Sprand Boards) tragen wegen ihres geringen Gehaltes an den Leimstoffen sehr oft das Umweltzeichen "Blauer Engel". Es gibt sie in vier Beanspruchungsklassen. Sie sind in ihrer Stabilität gleichstarken normalen Spanplatten deutlich überlegen. Die Bedeutung der Kennzeichnungen: OSB/2 = Platte für den Innenbereich, OSB/3 = feuchtebeständig verleimte, konstruktive Platte für tragende Zwecke, OSB/4 = wie 3, jedoch "hochfest".

   

Overlay: Hochwertige Beschichtung (z.B. Melaminharzfilm) zum Schutz darunterliegender Dekorpapiere oder -folien (siehe "Laminate").


        
 

P

 

Padouk: man unterscheidet diese Holzart in "Afrikanisches Padouk" und "Manial Padouk" aus Ost- und Südasien. Das Holz wird u.a. für den Bau von Holzblasinstrumenten verwendet. Das Holz aus Afrika ist dunkelbraun mit violetten Streifen, die asiatische Variante ist goldgelb bis ziegelrot und teilweise stark gezeichnet.

   

Palisander (ostindisch): Den ostindischen Palisander findet man in Indien, Sri Lanka und Indonesien. Der Splint des ostindischen Palisanders ist gelblich und 4 cm bis 6 cm breit, das Kernholz ist dunkelbraun bis violett, von dunklen Adern fast regelmäßig gestreift. Durch Lichteinwirkung entsteht später ein Verlust an Farbtiefe. Palisander läßt sich gut trocknen und hat nur wenig Neigung zum Reißen und Werfen, jedoch sollte einer Lufttrocknung der Vorzug gegeben werden. Auch ist das Holz hart und witterungsfest. Palisander ist ein hervorragendes Ausstattungsholz und Furnier für wertvolle Möbel und feinen Innenausbau.

   

Palisander (rio): Der Rio Palisander wächst in Südamerika und zwar im vom östliches Brasilien bis Argentinien. Der Splint ist weiß und breit. Das Kernholz ist gelb-, schokoladen- bis violettbraun und dunkelrot, von beinahe schwarzen Zonen unregelmäßig gestreift. Der Palisander ist mit allen Werkzeugen gut zu bearbeiten, leicht zu drechseln und zu polieren. Das Holz läßt sich außerdem gut Verleimen und Lackieren. Rio-Palisander ist ein hervorragendes Ausstattungsholz und Furnier für wertvolle Möbel und feinen Innenausbau, Vertäfelungen, Parkett, Drechselarbeiten.

   

Palmenholz: die Kokospalme trägt nach etwa 60 Jahren keine Früchte mehr. Deshalb wurden bisher alte Plantagenbestände einfach niedergebrannt. Inzwischen hat man entdeckt, daß sich das Holz auch für die Möbelproduktion gut eignet. Es bleibt abzuwarten, wann Paneele und Parkett aus Palmenholz bei uns in den Handel kommen.

   

Pappel: schnellwachsender Baum, dessen Holz absolut ungeeignet für eine Weiterverarbeitung ist - mit einer Ausnahme: Aus maschinell hergestellten Pappelspänen wird durch Verleimung und Pressung ein sehr widerstandsfähiges Bauholz hergestellt.

   

Parkett: seit Jahrhunderten bewährter Holzbodenbelag. Parkett wird in Einschicht- und Mehrschichtparkett unterschieden. Informieren Sie sich bitte weiter unter den Stichworten Stabparkett, Mosaikparkett, Massivparkett, Hochkantlamellenparkett, Mehrschichtparkett und Tafelparkett.

   

Parkettleger: handwerklicher Beruf, der mit einer Gesellenprüfung abschließt. Der Parkettleger muß nicht nur Parkett und Parkettmuster legen, sondern auch altes oder reparaturbedürftiges Parkett aufarbeiten und pflegen können.

   

Parkettriemen: Stabparkett mit angehobelter Nut und Feder.

   

Parkettstäbe: besitzen eine ringsum verlaufende Nut und werden bei der Verlegung durch Querholzfedern verbunden.

   

PEFC: Abkürzung für Pan-Europäische Forst Zertifizierung. Gütesiegel für Holz aus nachhaltiger Forstwirtschaft in Europa und speziell in Deutschland. Die PEFC prüft allerdings keine Einzelbetriebe, sondern Waldregionen, deren Besitzer dutzende kleiner Forstbetriebe sein können.

   

Pernambuc: oder Pernambuco, harter, sehr bruchfester Baum aus Brasilien, wo er (nicht nur) in der Provinz Pernambuco - daher der Name - geerntet wird. Das gelbrote bis rotbraune Holz wird für Musikinstrumente, Intarsienarbeiten und Drechslerstücke verwendet.

   

Pfahl: Pfähle werden vorzugsweise aus Stieleiche, Traubeneiche, Robinie und Lärche hergestellt und in Längen bis drei Metern angeboten. Pfähle der Sorte 1 haben einen Durchmesser zwischen 14 bis 18 cm, der Sorte 2 zwischen 11 und 14 cm und der Sorte 3 zwischen 7 bis 11 cm.

   

Pfetten: Längsbalken, die die Sparren tragen und/oder zur Aussteifung der Sparren eingebaut werden. Pfetten verlaufen immer parallel zur Traufe oder zum First.

   

Pinhole: Bezeichnung unter Holzimporteuren für kleine Wurmlöcher bei tropischen Hölzern. Pinholes von abgestorbenen Insekten bedeuten nicht unbedingt, daß das Holz minderwertig ist.

   

Pinie: Die Pinie gehört zur Familie der Kiefern- und Tannengewächse. Sie ist einer der Charakterbäume des Mittelmeerraums und kommt hauptsächlich in Südfrankreich, Spanien, Portugal und Italien vor. Typisch ist die malerische, schirmförmige, flache oder wenig gewölbte Krone, sowie die sehr kontrastreiche dunkle Maserung auf hellem Holz. Das duftende Harz dient zur Herstellung von Terpentin. Pinienholz findet immer mehr Einzug in Wohnräume, wo es zumeist als edles Türholz, aber auch als Möbelholz verwendet wird.

   

Planke: Bezeichnung für Bohlen, die konstruktiv eingesetzt werden können - z.B. für Bootsstege

   

Pockholz: Pockholz wächst in Süd- und Mittelamerika und Westindien. Es ist schwarzbraun-gelblich gestreift und wird an der Luft tiefgrün. Pockholz ist sehr hart, spröde, schwer sowie extrem widerstandsfähig und wird daher für mechanisch hoch beanspruchte Teile verwendet.

   

Polarkiefer: wächst in Skandinavien und Rußland im Bereich des 65. Breitengrades. Das Holz hat durch die kurze Wachstumsperiode bedingt sehr dichte Jahresringe und ein hohes Eigengewicht. Das Holz ist rötlich und sehr harzhaltig, wodurch es aber wasserbeständiger ist, als normale Kiefer.

   

Polierfähige Hölzer: Wenn sie durch Grob- und Feinschliff entsprechend vorbereitet werden, sind im Grunde alle Hölzer polierfähig. Besonders gut lassen sich jedoch feinporige Hölzer wie Ahorn oder Kirschbaum polieren. Harte, grobporige Hölzer müssen mit Porenfüller vorbehandelt werden. Manche Nadelhölzer wie beispielsweise Kiefer oder Lärche lassen sich gut, andere, stark saugende Hölzer wie Pappel, Weide oder Linde weniger gut polieren.

   

Ponderosa Pine: Diese Kiefernart ist nach Nach Oregon Pine und Hemlock die wirtschaftlich wichtigste Holzart im westlichen Nordamerika. Der Splint ist gelblich-weiß und am Licht vergilbend. Das Kernholz ist deutlich abgesetzt, gelblich bis hell rötlich- oder orangebraun und am Licht nachdunkelnd. Ponderosa Pine ist, ähnlich der heimischen Kiefer, ein sehr vielseitig einsetzbares Holz. Es wird bevorzugt im Innenbereich eingesetzt: Möbelbau, Regalböden/bretter, Leisten, Profilware, Türrahmen, dekorative Elemente, Treppenwangen, für allgemeine Tischler- und Zimmerarbeiten, als Verpackungsmaterial und für Blindhölzer. Im Außenbau eignet sich das Holz nach entsprechende Schutzmaßnahmen für den Rahmenbau (Fenster, Türen).

   

Porenfüller: Porenfüller sind für großporige Hölzer geeignet, die auf Hochglanz poliert werden sollen. Diese dicken Pasten werden im Handel in verschiedenen Holztönen angeboten. Sie sind auch mit Farbstoffbeizen einfärbbar.

   

Postforming-Platten: Sammelbegriff für nachformbare, veredelte Spanplatten mit abgerundeten konkaven oder konvexen Kanten. Daß die Platten ihren Namen daher haben sollen, daß sie erstmals für die Ausstattung von Schalterhallen der Post eingesetzt wurden, darf in den Bereich der Märchen verwiesen werden.

   

Profilbrett: Bezeichnung für ein Brett, das durch Bearbeitung mit Hobel- und Fräsmaschinen bestimmte Formen und Verzierungen angenommen hat. Profilbretter gibt es in einigen Dutzend Profilarten wie Blockhausprofil oder Landhausprofil. Sie werden je nach Holzart im Innen- Außenbereich eingesetzt. Je nach Profilart werden die Bretter in Längen zwischen 1350 und 3200 mm angeboten.

   

Profilholz: siehe Profilbrett

   

Pyramide: Bezeichnung für verwachsene Astgabeln, z.B. bei Mahagoni oder Nußbaum.


        
 

Q

 

Quellung: Vergrößerung der Abmessung des Holzes infolge Feuchtigkeitsaufnahme. Quellung und Schwindung können sich je nach erneuter Befeuchtung oder Trocknung wiederholen.

   

Querschnittgrößen: Stärke und Breite eines Holzteiles.


        
 

R

 

Ramin: Ramin ist eine südostasiatische Laubholzart. Sie besitzt einen gelblichen Splint und einen gelblich bis hellbraunen Kern. Das Holz dunkelt leicht nach, ist mäßig hart und ziemlich fest. Ramin ist nicht witterungsfest und anfällig für Pilz- und Insektenbefall. Für Außenverkleidungen ist das Holz daher ungeeignet. Dafür ist Ramin gut zu bearbeiten und auch die Oberflächenbehandlung ist gut. Aus Ramin werden Profilbretter für den Innenausbau oder Furniere hergestellt. Zudem ist es ein wichtiges Leistenholz und fungiert mitunter als Eicheersatz. Für das Holz sind im südostasiatischen Raum eine ganze Reihe weiterer lokaler Bezeichnungen im Gebrauch, von denen aber im internationalen Handel eigentlich nur noch der Handelsname Melawis in Malaya häufiger verwendet wird.

   

Rammpfahl: Rammpfähle werden aus einheimischen oder exotischen Hölzern hergestellt, die keine Imprägnierung benötigen. Sie werden für Uferbefestigungen, Landungsstege oder Fundamentgründungen eingesetzt. Für lange Haltbarkeit bekannt sind Rammpfähle aus Bongossi, Greenhart, Basralocus und Ulin.

   

Ranchzaunbohlen: starke, meistens gehobelte Bretter, deren Schnittkanten nicht "besäumt", also naturbelassen sind. Folglich sind diese Bohlen sehr unregelmäßig.

   

Randschutz: wenn ein Holzschutzmittel etwa 10 mm tief in das Holz eindringt, spricht man von einem Randschutz.

   

Rauhspund: historischer, aber auch heute noch gültiger Gattungsbegriff für ursprünglich "rauhe", also nicht gehobelte, aber gespundete (siehe spunden) Bretter. Rauhspund ist ideales Bauholz für Dachböden, Dachschalungen oder Böden und Decken von Gartenhäusern. Heute wird Rauhspund meistens auf der Sichtseite einseitig gehobelt angeboten, vielfach ist es auch auf der Rückseite gehobelt. Rauhspund ist entweder roh oder tauchimprägniert im Handel und wird aus Nadelholz hergestellt.

   

Raummeter: 1 cbm Stapelholz mit Zwischenräumen

   

Räucherei/räuchern: nicht nur Wurst, Schinken und Aale werden geräuchert, auch Holz, vor allem Eiche. In Lohnräuchereien wird unter Wärme und Druck gedämpfte Eiche mit Ammoniak behandelt, bis sie einen dunklen bis schwarzen Farbton angenommen hat und "durchgehend kerngeräuchert" ist (also bis auf das Kernholz). Auch kerngeräucherte Esche und Buche wird angeboten, u.a. auch als Parkett. Buche erhält durch Räuchern einen cognacfarbenen Ton.

   

Redwood: Das sehr leichte Nadelholz ist in einer nur kleinen Region der nordamerikanischen Westküste verbreitet, wo es einmal in großen Mengen vorkam. Die Bäume werden ungewöhnlich groß mit einem Durchmesser bis 7 m und einer Länge von bis zu 70 m. Der Splint ist weiß bis gelblich grau, das Kernholz (trocken) zunächst rötlich mit leicht violetter Tönung, nach längerer Belichtung rötlich braun und matt glänzend. Das Holz wird im Innenausbau für Akustik-, Wand- und Deckenbekleidungen, Raumteiler, Leisten und Rahmenwerk verwendet. Wegen der guten Witterungsfestigkeit wird es auch im Außenbau für Fassaden, Wand-, Balkon- und Garagentor-Verkleidungen, Windfedern, Dachunterschläge, Stirnbretter, Fensterläden, Pergolen und in Feuchträumen, wie in Schwimmhallen oder Badezimmern eingesetzt.

   

Relative Luftfeuchtigkeit: das Verhältnis der herrschenden Feuchtigkeit zum gesättigten Zustand, Angabe normalerweise in Prozenten

   

Riegel: Bezeichnung in der Holzwirtschaft für quer zum Faserverlauf angeordnete Streifen, die nur bei Laubhölzern anzutreffen sind, insbesondere beim Riegelahorn.

   

Riegelahorn: Der Riegelahorn wächst in Mittel- und Südeuropa, sein Furnieren wird in der Möbelindustrie verarbeitet. Typisches Kennzeichen ist die Streifenbildung in der Maserung. Riegelahorn ist auch ein begehrtes und teures Instrumentenholz, vor allem für den Gitarrenbau.

   

Riffelbrett: Riffelbretter werden speziell für den Außenbereich hergestellt, nämlich für den Bau von Terrassen aus Holz bzw. für den Belag von Balkonen. Der Holzhandel führt hauptsächlich einseitig geriffelte und kesseldruckimprägnierte Riffelbretter aus nordischer Kiefer mit Stärken zwischen 22 bis 28 mm, Breiten zwischen 95 und 170 mm und Längen von 450 cm. Wegen ihrer Unverwüstlichkeit stark gefragt, wenn auch wesentlich teurer, sind Riffelbretter und geriffelte Balken aus tropischem Bangkirai, die auch zwei- und vierseitig geriffelt angeboten werden.

   

Rifts oder Riftbretter: Im Radialschnitt gesägte Bretter, bei denen der Winkel zwischen Jahresringen und Brettseiten zwischen 60 und 90° liegt. Rifts besitzen eine größere Stabilität als die sog. Seitenbretter.

   

Rindenscheiben: schräg aus nicht entrindeten Erlen oder Birken herausgeschnittene Scheiben, die für Deko- oder Souvenirzwecke verwendet werden. Rustikale Buffets werden z.B. auf Rindenscheiben angerichtet. Rindenscheiben werden auch folkloristisch bemalt und in Fremdenverkehrsorten als Souvenirs angeboten.

   

Rippenplatten: entstanden im Stahlbeton-Fertigbau, werden solche Platten inzwischen auch aus Holz und Holzwerkstoffen hergestellt. Sie sind in der Lage, große Spannweiten bei hoher Belastung und geringem Materialeinsatz zu überbrücken.

   

Risse: meist durch Trocknungsvorgänge, Spannungen und Belastungen verursachte Fehler, die die Stabilität des Holzes verringern.

   

Robinie: In den südöstlichen USA beheimateter Laubbaum mit hervorragenden technischen Eigenschaften, einer hohen natürlichen Dauerhaftigkeit und einem oft dekorativen Aussehen. Das Holz im frischen Zustand gelblicholiv bis hellbraun, unter Lichteinfluß nachdunkelnd zu goldbraun oder hell lederbraun. Es ist schwer und hart mit entsprechend guten Festigkeitswerten, die deutlich über denen der Eiche liegen. Im Außenbereich eignet es sich allgemein als Konstruktionsholz (bei größeren Abmessungen verleimt) im Garten- und Landschaftsbau sowie für Fahrzeugaufbauten, Türen und Fenster, Tore, Zäune. Im Innenbereich kann es fürTreppen, Parkett sowie Klein- und Sitzmöbel eingesetzt werden.

   

Rosen: als Rosen bezeichnet man Astnarben, die vorwiegend an grobrindigen Holzarten vorkommen.

   

Rohdichte: Verhältnis von Holzmasse zu Holzvolumen mit Zellhohlräumen. Die Rohdichte ist vom Wassergehalt abhängig.

   

Rohspanplatte: umweltschonend aus Resthölzern hergestellte, biologisch unbedenkliche Spanplatte, die als Trägerplatte in allen Bereichen der Möbelindustrie und anderen Betrieben eingesetzt wird.

   

Rückepferde: Kaltblüter, die von unseren Vorfahren in der Forstwirtschaft eingesetzt würden, um gefällte Bäume mit speziellem Zuggeschirr aus dem Wald zu "rücken" und zu ziehen. Die mächtigen Pferde werden heutzutage wieder verstärkt eingesetzt, weil sie Jungbäume weit weniger verletzen oder vernichten, als Zugmaschinen.

   

Rüster: Rüster findet man in Europa bis Südskandinavien, sowie in den USA und Kanada. Rüster ist eine Ulmenart, deren Splint schmal und grau ist. Das Kernholz ist grau bis rotbraun, an der Kern-Splint Grenze sind gelegentlich Farbstreifen. Leider ist Rüster nicht witterungsfest und hat eine starke Neigung zum reißen und verwerfen. Auch ist das Holz anfällig für Pilz- und Insektenbefall. Verwendet wird Rüster als Ausstattungs- und Konstruktionsholz für mittlere Beanspruchung im Innenausbau und für Sitzmöbel.

   

Rundblockbohle: diese Rundstammbohlen werden meistens für den Bau von Blockbohlenhäusern verwendet. Diese Bohlen werden so verarbeitet, daß eine breite Nut in der Unterseite in eine ebenso breite Feder auf der Stammoberseite paßt.

   

Rundholz: Teil des gesägten und von Zweigen und Ästen befreiten Baumstammes.

   

Rundprofil: Bezeichnung für ein Profilbrett, das durch Bearbeitung mit Hobel- und Fräsmaschine abgerundete Kanten erhalten hat.

   

Rundsäulen: aus Leimholzblöcken gedrechselte und danach feingeschliffene Holzsäulen, die dekorative, aber auch statische Aufgaben erfüllen können.

   

Rundschälfurniere: Rundschälfurniere werden durch Schälen eines rotierenden, zentrisch eingespannten Stammes hergestellt. Bei den meisten Holzarten zeigen sie eine unruhige, unnatürliche Zeichnung. Auf der Rückseite treten feine Schälrisse auf.


        
 

S

 

Säbelwuchs: Bezeichnung für Baumstamm, der krummschäftig und säbelartig gewachsen ist.

   

Sackung: Bezeichnung für den Vorgang, dass sich aus Holzbohlen hergestellte Wände infolge der natürlichen Trocknungsschrumpfung senken können.

   

Sägefurniere: Mit dem Furniergatter oder auf der Furnier- und Fügekreissäge wird das Holz in sehr dünne Scheiben gesägt (Säge). Da das Holz vorher nicht gedämpft wird, sehen Sägefurniere in ihrer Farbe und Maserung genau wie Vollholz aus. Sie sind sehr schön, aber auch sehr teuer. Da viel Verschnitt entsteht, werden sie nur für sehr hochwertige Möbel verwendet.

   

Sägerauhe Fläche: Oberfläche eines Holzteiles, das nach dem Trocknen der Länge nach geschnitten wurde.

   

Sandelholz: der echte Sandelbaum aus Indien wird unter Staatskontrolle angebaut und ist besonders wertvoll, da aus ihm Räucherstäbchen hergestellt werden, die in hinduistischen Tempeln (und weltweit auf spirituellen Meetings der Esoteriker) brennen. Gelegentlich werden kleine Zierkästchen aus dem Holz gefertigt. Holzstückchen werden auch in Wäscheschränke gelegt, um Motten fernzuhalten.

   

Sapeli: Sapeli ist eine exotische, aber keineswegs seltene Holzart. Das Holz ist über ganz Westafrika bis hin zu Zentralafrika verbreitet. Anfangs rosarot, dunkelt Sapeli im Laufe der Zeit in ein sattes Rotbraun über. Als besonders exklusiv gilt die Wuchsform, bei der kleine Kränze und Verwirbelungen die schlichten Flächen des Holzes umschließen. Sapeli ist ein hartes, leicht zu verarbeitendes Holz, das im Möbel-, Türen-, Paneel- und Parkettbereich zum Einsatz kommt.

   

Schälfurnier: maschinell mit Messern vom rotierenden Stamm geschälte Furniere, die meist eine dekorative Maserung aufweisen.

   

Schallern: absingen altüberlieferter Gesänge der ("ehrbaren fremden") Zimmergesellen. Beim Schallern geht es nicht besonders musikalisch, aber sehr laut und nicht unbedingt immer stubenrein zu.

   

Schalung: Schalungen sind im Gegensatz zu Lattungen flächige Bauteile aus Schalbrettern. Schalungen werden im Baubereich überall benötigt - zum Beispiel als Unterlage für Unterdächer oder als Gußform beim Einbringen von Fließbeton.

   

Scheit: siehe Holzscheit

   

Scherenzaun: auf die Trägerbalken oder -latten (je eine/r oben und unten) werden zugespitzte Halbstäbe ("Palisaden") genagelt, und zwar überkreuz und schräg in einem Winkel von ca. 45°.

   

Schichtholz: Balken, Bögen und Stützen aus mehreren Holzschichten, die parallel zur Längsachse eines Bauelementes angeordnet sind. Die Schichten sind annähernd parallel zu ihrer Faserstruktur zu einem größeren Querschnitt zusammengeleimt.

   

Schiffsboden: Mehrschicht- oder Fertigparkett, das der traditionellen Beplankung von Schiffsböden nachempfunden ist.

   

Schlafzimmerlänge: Holzhandel, Sägewerke und Tischler sprechen von einer Schlafzimmerlänge, wenn Rundholz oder Brettzuschnitte eine Länge zwischen 2,60 und 3,20 m haben.

   

Schlangenholz: sehr hartes und sehr teures, rotbraunes Tropenholz aus Südamerika, das für den Bau von Musikinstrumenten oder z.B. für luxuriöse Schatullen, Stock- und Messergriffe genutzt wird.

   

Schnittrichtung: Richtet sich nach dem Aufbau und der Art des Stammes bzw. nach der zugedachten Verwendung. Es gibt den Querschnitt ("Hirnschnitt"), den Fladerschnitt ("Tangentialschnitt") und den Radialschnitt ("Spiegelschnitt", "Riftschnitt").

   

Schnitzleisten: Bezeichnung für Holz, das sich besonders zum (maschinellen) Schnitzen von Lisenen oder Gesimsaufsätzen eignet.

   

Schraubenwuchs: Bezeichnung für Baumstamm, der krummschäftig und schraubenförmig gewachsen ist.

   

Schwarzweide: nordafrikanische Spezies unserer Weide, aus der sich jedoch Möbel, Türfüllungen und Innenbekleidungen machen lassen.

   

Schwelle: eckiger, immer horizontal eingebrachter Balken, der als Auflager für Holzkonstruktionen dient - z.B. bei Dachstühlen und im Fachwerkbau. Da sich bei einem Fachwerkhaus die Tür immer über einer Schwelle befindet, wird die Redensart erklärlich: "Der kommt mir nicht über meine Schwelle!"

   

Schwinden: Verringerung der Abmessung des Holzes infolge einer Feuchtigkeitsabnahme (siehe auch "Quellung").

   

Sen: Laubholz, das in den nicht-tropischen Wäldern Ostasiens beheimatet ist. Aufgrund seines hellen und strukturreichen Holzbildes wird es als dekoratives Furnier oder Vollholz wie Esche, Rüster oder helle Eiche verwendet. Der Splint ist fast weiß bis milchfarben. Das Kernholz ist hell gelblich-grau bis blaß bräunlich und mit mattem Glanz. Eine Verwendung des Vollholzes in Bereichen mit starker Belastung oder Verschleiß ist vor allem wegen der geringen Druck- und Biegefestigkeit zu vermeiden. Verwendung findet Senholz für großflächige Vertäfelungen, Paneele und für kleinere Flächen bei Möbeln.

   

Setzholz: Name des freistehendes Pfostens bei zwei- oder mehrflügeligen Fenstern.

   

Silberweide: in Deutschland am meisten verbreitete Weide.

   

Sipo: Sipo ist ein afrikanisches Laubholz und wird auch Sipo-Mahagoni genannt. Das Splintholz ist hellgrau bis rot, das Kernholz bräunlich nachdunkelnd. Das Holz ist sehr hart und mit geringer Festigkeit, witterungsbeständig, gut zu bearbeiten und beständig gegen Insekten und Pilze. Verwendet wird Sipo-Holz vor allem für Furniere, den Innen- und Außenbau sowie für Fenster- und Bootsbau.

   

Sitka: Fichtenart, die an der Westküste von Nordamerika beheimatet ist. Der Splint ist gelblichweiß bis weißlichgrau. Kernholz ist schwach hellbraun bis rosabraun, leicht nachdunkelnd und darum im Gegensatz zu einheimischer Fichte vom Splint noch unterscheidbar. Sitka wird im Innenausbau als Vollholz für Wand und Deckenverkleidungen, einschließlich Saunaräumen sowie für leichte Rahmenkonstruktionen, Leisten und Bekleidungen, im Musikinstrumentenbau für Orgeln und Resonanzböden verwendet. Als Messerfurnier findet das Holz hauptsächlich für laminierte Teile besonders leichter, tragfähiger Konstruktionen Verwendung.

   

Spätholz: Die im Spätsommer und Herbst gebildeten Holzzellen nennt man Spätholz. Durch die geringere Nährstoffzufuhr sind diese Zellen enger und dickwandiger als die Frühholzzellen. Ihre Ringe sind in der Regel schmaler.

   

Spanplatten: Bestehen aus feinen Holzspänen unterschiedlicher Stärken, die unter hohem Druck mit Bindemitteln zu Platten gepreßt werden. Sie sind preiswert, universell einsetzbar und leicht zu verarbeiten. Spanplatten sind die meistverkauften Holzwerkstoffplatten überhaupt und aus dem täglichen Leben nicht mehr wegzudenken.

   

Sparren: massive Holzbalken ("Dachsparren"), die von der Traufe bis zum Dach führen und vom Zimmermann parallel zum Ortgang eingebaut werden. Sparren tragen die wesentlichen Lasten von Dacheindeckungen, Gauben und Dachfenstern.

   

Spatel: flaches, abgerundetes Holzstäbchen, mit dem der Arzt die Zunge herunterdrückt, um seinen Patienten in den Rachen schauen zu können. Spatel werden aus Pappel- oder Weidenholz gemacht und nach Gebrauch entsorgt.

   

Sperrholz: Sammelbegriff für Holzplatten, die aus mindestens drei miteinander verleimten Holzlagen bestehen, wobei die Lagen gegeneinander meist um 90° versetzt - also "abgesperrt" - sind.

   

Spezialspanplatten: Bezeichnung für Platten, die je nach Anforderung bestimmte Kriterien wie schwere Entflammbarkeit, hohe Tragfähigkeit, Feuchtebeständigkeit oder Resistenz gegen Pilzbefall aufweisen.

   

Splintholz: Das hellere Holz, welches das Kernholz einschließt, meist ein Mantel zwischen 30 und 50 mm. Splintholz ist qualitativ geringwertiger als Kernholz.

   

Splintholzbäume: Baumarten, die bis auf einen kleinen Kern hauptsächlich aus Splintholz bestehen. Dazu zählen Tanne, Birke oder Ahorn.

   

Springerlesmodel: ein Model mit vier, sechs, acht oder mehr Motiven in einem Brett.

   

Spunden: ein Brett mit Nut und Feder versehen, siehe auch Rauhspund.

   

Spundverbindung: siehe gespundetes Holz

   

Stabparkett: besteht aus 14 - 22 mm starkem Vollholz. Es werden Parkettstäbe und Parkettriemen unterschieden (siehe entsprechende Stichworte.) Stabparkett kann je nach Untergrund geklebt oder genagelt werden.

   

Stabprofil: Bezeichnung für ein Profilbrett, das durch Bearbeitung mit Hobel- und Fräsmaschine mit einer Art Rundstab ausgestattet wurde.

   

Stabsperrholz: Weist eine Mittellage aus miteinander verpressten und verleimten, höchstens 30 mm breiten Holzstäben auf.

   

Stäbchensperrholz: Wie Stabsperrholz, jedoch wurden statt der Stäbe maximal 8 mm breite Stäbchen verarbeitet.

   

Ständer-Bohrmaschine: stationäre Bohrmaschine mit Spannvorrrichtung für präzise Bohrvorgänge.

   

Staketenzaun: auf die Trägerbalken oder -latten (je eine/r oben und unten) werden Staketen senkrecht und in gleichem Abstand aufgenagelt.

   

Staketen-Zaunlatten: halbrund gefräste Latten, deren Kopfenden spitz "gekegelt" sind.

   

Stapel: Frisch geschnittene Hölzer werden zum Trocknen auf Stapellatten gestapelt, wodurch die Hölzer allseitig gut belüftet werden. Beim bereits getrockneten Holz wird dicht gestapelt ("Parketierung").

   

Stellbrett: Alternative zur Ausmauerung zwischen den Dachsparren an der Wandaussenkante. Stellbretter können senkrecht, waagerecht oder auch winkelrecht zum Sparren eingebaut werden.

   

Streifenfurniere: Über den Querschnitt des Furnierstammes werden Streifenfurniere gesägt. Dadurch resultiert die typische, streifige Zeichnung.

   

Stülpschalung: Wand- und Fassadenbekleidung, bei der die Bretter horizontal in der Form anmontiert werden, daß sich das nächst höhere Brett wenige Zentimeter über das untere "stülpt".


        
 

T

 

Tafel: normalerweise gehobeltes, profiliertes und gespundetes Holzteil zur Innengestaltung.

   

Tafelparkett: in Tafelform zusammengefügte Verlegeeinheiten. Diese können aus einer "Blindplatte" mit aufgeklebten Parkettelementen oder aus Vollholzteilen bestehen, die zu einer Tafel gefügt sind. Tafelparkett wird vor allem bei Restaurierungsarbeiten eingesetzt und dann verklebt oder genagelt.

   

Tangentialschnitt: Längsschnitt parallel zur Stammachse und senkrecht zu den Jahresringen ("Fladerschnitt", "Brettschnitt", "Sehnenschnitt").

   

Taxus: siehe Eibe

   

Teak: Teak kommt auf dem Südasiatisches Festland, von Indien bis Indochina und Java vor. Das Kernholz ist gelb, später hell bis dunkelbraun, durch schwarze Adern lebhaft gestreift. Die Frühholzporen sind deutlich gezeichnet. Teakholz wird vor allem für Terrassen- und Schiffsdeckmöbel verwendet. Teakholz ist witterungsbeständig und zum ganzjährigen Verbleib im Freien hervorragend geeignet. Aufgrund des Gehalts an öligen Inhaltsstoffen kann Teak unbehandelt bleiben und erhält dann die bekannte silbergraue Patina. Teak läßt sich bevorzugt mit hartmetallbestückten Werkzeugen gut sägen, hobeln, fräsen, ebenso gut schleifen und drechseln.

   

Textur: siehe Maserung.

   

T-Holz: Schwedischer Begriff für nach Festigkeit sortiertes Holz gemäß den Richtlinien T30, T24 und T18.

   

Thermoholz: Thermoholz wird in Trockenkammern über mehrere Stunden bei bis zu 250° erhitzt, wobei es einen Großteil seiner Feuchtigkeit verliert. Durch dieses Verfahren wird Thermoholz, das insbesondere aus Nadelholz hergestellt wird, restistenter gegen Pilzbefall. Das Holz quillt und schwindet weniger und ist überall dort ideal, wo Schwankungen bei der Luftffeuchtigkeit auftreten. Thermoholz wird nicht imprägniert, ist dennoch aber sehr gut als "Gartenholz" geeignet und eine Alternative zu tropischen Hölzern.

   

Thuja: siehe Lebensbaum

   

Tiefenschutz: in der Holzwirtschaft spricht man von Tiefenschutz, wenn das Holzschutzmittel mehr als 10 mm tief eingedrungen ist.

   

Tischfräse: vielseitig einsetzbare Profimaschine zum fälzen, profilieren und nuten von Plattenkanten und Leisten.

   

Tischkreissäge: Sägemaschine zum Ablängen von Brettern und Platten.

   

Tischlerplatten: Sie bestehen aus einer stärkeren, massiven Mittellage und dem beidseitigen Deckfurnier. Beliebtes Trägermaterial für den exklusiven Möbelbau.

   

Tonholz: Bezeichnung für Spezialhölzer, die für den Bau von Musikinstrumenten verwendet werden. Allgemein bekannt dürfte sein, daß das Griffbrett und die Schnecken einer Violine oder eines Cellos aus Ebenholz gefertigt werden.

   

Totäste oder Totholz: abgestorbene, also "tote" Äste, die sich noch am Baumstamm befinden oder abgebrochen auf dem Waldboden liegen.Totholz ist leicht zu erkennen an der aufgebrochenen oder abgefallenen Rinde. Da tote Äste eines alten Baumes einige Zentner wiegen können, müssen Förster, Parkverwaltungen und natürlich auch Privatpersonen, die Bäume in ihrem Garten haben, dafür Sorge tragen, dass Totholz am Baum abgesägt wird. Totäste können plötzlich abbrechen und Menschen verletzen oder töten. Totholz ist holzwirtschaftlich fast wertlos. Allenfalls kann Totholz von Eiche, Buche oder Birke als Kaminholz verwendet werden. Naturschützer schlagen vor, sog. Totholzmauern anzulegen, um Lebensraum für Insekten zu schaffen.

   

Tränken: unter "tränken" versteht man im Holzhandel tauchimprägnierte, also "getränkte" Bretter oder Balken.

   

Trauerweide: eine Spezies der Weiden, die ihre dünnen Zweige bis zum Erdboden herunterhängen läßt, als wenn sie trauern würde. Der Effekt kommt auch in der botanischen Bezeichnung zum Ausdruck: Salix alba tristis. Aus den biegsamen Zweigen werden Weidenkörbe geflochten.

   

Trio-Balken: siehe Duo-Balken

   

Trockene Hölzer: Hölzer, die für die Verarbeitung in unserem Klima den idealen Feuchtegehalt haben, denn absolut trocken dürfen Hölzer nicht sein. Für Holz, das im Außenbereich verarbeitet wird, liegt der Feuchtegehalt bei 12 bis 15%, bei Holz für Innenräume bei 8 - 12%.

   

Trocknung: Unterschieden wird zwischen der technischen ("künstlichen") Trocknung und der Freilufttrocknung. Die künstliche Trocknung erfolgt in Kammern oder Durchlaufkanälen. Durch computergesteuerte Regelung können wesentlich kürzere Trocknungszeiten und niedrigere Endfeuchtigkeiten erreicht werden als bei der Freilufttrocknung. Vielfach erfolgt auch eine Vortrocknung im Freien und anschließend eine technische Endtrocknung.

   

Tulpenbaum: siehe Whitewood


        
 

U

 

Ulin: tropisches Hartholz aus Malaysia und Indonesien. Vorwiegend zu Rammpfählen verarbeitet. Andere Namen auch Borneo Ironwood oder Billian.

   

Unbesäumtes Holz: siehe "Besäumen".

   

Unterfurniere: Bei Sperrholz mit mehr als drei Lagen die Furniere unmittelbar unter den Deckfurnieren; ihre Faserrichtung verläuft rechtwinklig zu derjenigen der Deckfurniere, daher oft auch als Absperrfurniere bezeichnet. Verhindern ein Reißen der Deckfurniere (besonders bei Maserfurnieren).

   

UV-Beständigkeit: UV-Anteile im Sonnenlicht wirken holzzerstörend. Deckende Anstriche sind in hohem Maße UV-beständig, Lasuren je nach Farbton mehr oder weniger.


        
 

V

 

V 20 - V 100: Kennzeichnung bei Spanplatten. V 20-Platten sind die Standardplatten für den Innenausbau in Räumen mit geringer Luftfeuchtigkeit. V 100-Platten können in Feuchträumen verwendet werden. V 100 G-Platten enthalten Fungizide, durch die diese Platten auch dort eingesetzt werden können, wo eine hohe Luftfeuchtigkeit herrscht.

   

Vakuum-Ölimprägnierung: Unter Vakuum wird ein ölhaltiges Imprägniermittel in das Holz - insbesondere Fichte - eingebracht, wodurch es vor Schädlingsbefall geschützt wird. Derartig imprägniertes Holz kann auch im Innenbereich verwendet werden. Bei Einsatz im Außenbereich sollte das Holz dennoch nicht mit dem Erdreich in Berührung kommen.

   

Verblattung: Zimmermannstechnik für die Herstellung von Eckverbindungen bei Balken und Bohlen.

   

Vergrauung: Der Holzbestandteil Lignin kann durch UV-Licht der Sonne abgebaut und dann durch Regen ausgewaschen werden. Durch den Befall von Schimmelpilzen erhält das so abgewitterte Holz eine graue Verfärbung.

   

Verkleidung: Holzbretter, Tafeln usw. zum Abdecken der Fassade, normalerweise mit einer feingeschnittenen (nicht gehobelten) Oberfläche und Nut- und Spundverbindung.

   

Verlegeplatte: Spanplatte mit Nut- und Feder an zwei oder an allen vier Seiten. Als Bodenplatten werden sie vielseitig im Privat- und Gewerbebau eingesetzt, und zwar je nach Verleimung auch im Feuchtbereich. Mit Phenolbeschichtung auch für Nassbereiche einsetzbar.

   

Verlegeplatten aus Holzspänen: Dreischichtplatten aus zwei Deckschichten und einer homogenen Mittelschicht, die sich hauptsächlich aus Nadelholzspänen zusammensetzt, die mit einem Mischharz gebunden worden sind.

   

verplatzen: Bezeichnung aus der Forstwirtschaft, wenn ein Baum gefällt wird und der Stamm dabei teilweise oder ganz aufplatzt.

   

Verzapfung: Verbindungsart von Holzteilen, z.B. Querholz und Höhenschenkel des Fensterrahmens. Ein am Ende des Querholzes angebrachter Zapfen wird in einen entsprechenden Schlitz gesteckt und bildet so die konstruktive Verbindung.

   

Verzinkung: Tischler- und Zimmermannstechnik, um zwei Holzteile - vornehmlich Bretter - miteinander zu verbinden. Dabei werden die Zinken verleimt. Durch Keilverzinkung und Verleimung von Brettschichtholz können aus kleineren Holzbrettern enorm stabile Leimbinder oder Blockbohlen hergestellt werden.

   

Vogelaugen: ringförmige Zeichnungen im Furnier, besonders bekannt ist der Vogelaugenahorn.

   

Vogelaugenahorn: Der Vogelaugenahorn ist als "geaugte" Maser-Variante des nordamerikanischen Zuckerahorns im Nordosten Amerikas verbreitet. Überwiegend helles, feinporiges Holz, auf dem sogenannte Vogelaugen mit ca. 3-5 mm Durchmesser auftreten. Das Holz eignet sich sowohl für den Innenausbau, als auch für Verzierungen und Ausschmückungen im Wohnmöbelbereich.

   

Vollholz: Fachbezeichnung für massives Holz in seiner gewachsenen, natürlichen Struktur. Vollholz wird zu Brettern, Bohlen, Balken, Leisten, Pfählen, Masten usw. gesägt bzw. verarbeitet.

   

Vollschutz: wenn Holz von einem Holzschutzmittel voll durchtränkt worden ist, spricht man in der Holzwirtschaft von einem Vollschutz.


        
 

W

 

Wachs: synthetisch oder aus natürlichen Rohstoffen hergestelltes Pflegemittel zur Veredelung und zum Schutz der Oberfläche bei Holzbodenbelägen.

   

Wärmekapazität: erforderliche Wärmemenge (in W oder kJ), um 1 kg eines Stoffes um 1°C zu erwärmen.

   

Wärmeleitfähigkeit: die Anzahl von W, die pro Zeiteinheit durch 1 qm eines 1 m starken Stoffes dringt, wobei der Temperaturunterschied auf beiden Seiten des Stoffes 1°C beträgt.

   

Waldkante: unbesäumte, also nicht zugeschnittene und nicht entrindete Kante bei Schnittholz.

   

Wechseldrehwuchs: entgegengesetzter Drehwuchs in den aufeinander folgenden Jahresringen, kommt vor allem bei tropischen Hölzern vor.

   

Weichholz: Auch der Laie kann Weichholz bestimmen. Wenn er nämlich das Holz mit seinem Fingernagel einkerben kann, dann handelt es sich um Weichholz. Viele Nadelbäume, z.B. Fichte oder Kiefer, sind Weichhölzer, aber auch einige Laubbäume wie z.B. Linde oder Pappel.

   

Weide: in Europa sind 30 bis 40 Weidenarten bekannt, die man in Strauchweiden und Baumweiden unterscheidet. Das Holz hat für die Holzwirtschaft nur eine geringe Bedeutung, da es erstens zu weich ist und zweitens nicht in ausreichender Menge zur Verfügung steht. Allerdings wird Weide auch als Blindholz sowie für die Herstellung von Zündhölzern, Einweg-Eßbesteck und Spateln verwendet. Auch Klompen werden aus Weide geschnitzt.

   

Weidenzaun: siehe Lattenzaun.

   

Wellenwuchs: Bezeichnung für Baumstamm, der krummschäftig und wellenartig gewachsen ist.

   

Wenge: Die Wenge findet man in Westafrika, von Kamerun bis Kongo. Der Splint ist ca. 2 cm bis 5 cm schmal und grauweiß. Das Kernholz ist scharf begrenzt, frisch hell und wird später kaffeebraun. Ohne besondere Schwierigkeiten ist das Holz gut bearbeitbar, zu drechseln und zu schnitzen, jedoch ist zum Sägen ein erhöhter Kraftaufwand erforderlich. Wenge ist ein gutes Konstruktionsholz im Innen- und Außenbereich, das auch für maßhaltiges Rahmenwerk, Parkett und Furniere im Innenausbau geeignet ist.

   

Wertholz: Bezeichnung für besonders wertvolle Hölzer und Holz-Raritäten. Das sog. Tonholz ist gleichzeitig immer ein Wertholz. Als Wertholz werden auch Hölzer für Tabakpfeifen oder für besondere Drechselarbeiten bezeichnet.

   

Whitewood: auch als Tulpenbaum bekanntes Holz. Es ist mit allen Werkzeugen gut zu bearbeiten. Das Holz ist bestens als Konstruktionsholz im Innenausbau geeignet. Wegen seines geringen Gewichts ist es im Modellbau sehr geschätzt. Unter Edelholzfurnieren wird Whitewood häufig im Klavierbau verwendet.

   

Widerspänigkeit: durch Wechseldrehwuchs verursachter entgegengesetzter Faserverlauf, was zu einer streifigen, sehr dekorativen Maserung führt.

   

Wimmer: siehe Riegel.

   

Wimmerwuchs: die Jahresringe verlaufen beim Wimmerwuchs in konzentrischen Wellen, was zu einer dekorativen Maserung führt.

   

Wirbel: gewellter oder unregelmäßiger Faserverlauf.


        
 

Z

 

Zebrano: Zebrano ist einzig in Ländern der Äquatorialzone Westafrikas beheimatet und zählt zu den luxuriösesten und dekorativsten Hölzern Afrikas. Mit seiner gelblichen/hellgrauen bis gelben Farbe und den scharf abgesetzten graubraunen bis dunkelbraunen Streifen setzt es Trends und Akzente. Zebrano ist pilz-, insekten- und witterungsfest und leicht zu verarbeiten. So findet sich Zebrano-Holz in exklusiven Automobilen und als edle Oberfläche hochwertiger Möbel.

   

Zellulose: Aus Holz - meist aus Holzabfällen - gewonnenes, watteartiges Rohmaterial für die Papier- und Dämmstoff-Herstellung.

   

Zinkenverbindung: geleimte Endfugen mit keilförmigen, symmetrischen Zinken zur Verbindung von Bauteilen.

   

Zugholz: durch Winddruck verursachter Wuchsfehler bei Laubholz. Zugholz kann gerade wegen seiner Verformung für Holzbildhauer und Kunsttischler ein interessantes Rohmaterial sein.

   

Zugsäge: arbeitet aufgrund ihrer besonderen Zahnstellung nur auf Zug. Sie ermöglichen feine Holzarbeiten mit sauberem Schnitt und vermindern das Risiko des Aufsplitterns oder Aufreißens (siehe Japansägen).

   

Zwiesel: Bezeichnung aus der Forstwirtschaft für Bäume mit geteilten Baumkronen. Da geteilte Baumkronen eine stark verbreiterte Krone bilden, stellt das Fällen solcher Bäume besondere Anforderungen an die Holzfäller.






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